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Krebserregende Stoffe laufen in Polizei-Zentrale in Hannover aus – Beamte bei Blutprobe

In Hannover ist die Zentrale Polizeidirektion wegen gefährlicher Stoffe zum Teil gesperrt worden. (Symbolfoto)
In Hannover ist die Zentrale Polizeidirektion wegen gefährlicher Stoffe zum Teil gesperrt worden. (Symbolfoto)
Foto: dpa

Hannover. Weil bei der Zentralen Polizeidirektion Hannover krebserregende Stoffe aus defekten Neonröhren ausgelaufen sind, hat die Polizei Räume gesperrt und bei Beamten Blutproben nehmen lassen.

Krebserregende Stoffe: Räume der Polizei in Hannover geräumt

Grenzwerte seien deutlich unterschritten und die Räume von einer Fachfirma gereinigt worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Beim Austausch von zwei alten Neonröhren sei aus defekten Kondensatoren eine Flüssigkeit ausgelaufen, die auch krebserregende polychlorierte Biphenyle (PCB) beinhaltet.

Betroffen waren insgesamt 23 Beamte, die zeitweise auch keinen Zugriff mehr hatten auf ihre in den Räumen befindliche Dienstkleidung. Manche hätten zeitweise nur in ziviler Kleidung arbeiten können, berichtete die "Neue Presse".

Gewerkschaft kritisiert Zustände in Polizei-Gebäuden

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisierte teilweise unhaltbare Zustände in manchen Gebäuden der Polizei: "Sanitäranlagen sind marode und Wasserleitungen so alt, dass wir nicht wissen, welche Schadstoffe ins Trinkwasser gelangen, Fenster drohen herauszufallen, Putz bröckelt von den Wänden – und so weiter", sagte der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff.

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"Die Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen darf nicht durch jahrelange Versäumnisse gefährdet werden." Es müsse nicht nur in das Personal selbst sondern auch in ein gutes und gesundes Arbeitsumfeld investiert werden. (dpa)