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Abtreibungen in Niedersachsen: So viele Frauen entschieden sich für den Schwangerschaftsabbruch

Die meisten Abtreibungen in Niedersachsen erfolgten nach der Beratungsregelung. Doch auch medizinische Indikationen und Schwangerschaften nach Sexualdelikten waren Gründe. (Symbolbild)
Die meisten Abtreibungen in Niedersachsen erfolgten nach der Beratungsregelung. Doch auch medizinische Indikationen und Schwangerschaften nach Sexualdelikten waren Gründe. (Symbolbild)
Foto: dpa

Niedersachsen. In Niedersachsen sind im vergangenen Jahr 7.156 Schwangerschaftsabbrüche registriert worden. Das seien 138 oder knapp zwei Prozent weniger als 2017, berichtete das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden am Mittwoch. Der Rückgang in Niedersachsen ist damit stärker als im Bundesdurchschnitt. Deutschlandweit wurden 2018 rund 101 000 Schwangerschaften abgebrochen, 0,2 Prozent weniger als 2017.

Abtreibungen in Niedersachsen - immer weniger Schwangerschaftsabbrüche

96 Prozent der gemeldeten Abbrüche wurden dem Bundesamt zufolge nach der Beratungsregelung vorgenommen. Indikationen aus medizinischen Ursachen oder nach Sexualdelikten waren in vier Prozent der Fälle die Begründung für den Abbruch. Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant.

Um die Jahrtausendwende war die Zahl der Abtreibungen in Niedersachsen noch sehr viel höher gewesen. In vielen Jahren lag sie deutlich über 9.000. Die meisten Schwangerschaftsabbrüche hatte es 2004 gegeben (9880). Die wenigsten Abbrüche in den beiden vergangenen Jahrzehnten wurden 2015 registriert (6703). (dpa)