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Fall Katrin Konert: Haben die Ermittler eine neue Spur?

Mit diesem Plakat an einer Bushaltestelle hat die Polizei kurz nach dem Verschwinden nach der Schülerin gefahndet. Nun sorgt eine mysteriöse Kreide-Botschaft für neue Bewegung in dem Fall.
Mit diesem Plakat an einer Bushaltestelle hat die Polizei kurz nach dem Verschwinden nach der Schülerin gefahndet. Nun sorgt eine mysteriöse Kreide-Botschaft für neue Bewegung in dem Fall.
Foto: dpa

Bergen/Dumme. Im Fall der seit 2001 vermissten Katrin Konert geht die Polizei davon aus, dass die damals 15-Jährige als Anhalterin von einem Autofahrer mitgenommen und dann getötet wurde. Ein neuer Zeuge habe Angaben zum Verhalten des Mädchens und der zeitlichen Abfolge am 1. Januar 2001 gemacht, teilte ein Polizeisprecher am Donnerstag mit.

Danach gehen die Ermittler davon aus, dass Katrin Konert in Bergen an der Dumme eine Mitfahrgelegenheit mindestens bis nach Clenze gesucht hat, beide Orte liegen im Landkreis Lüchow-Dannenberg.

"Sie wäre notfalls auch zu einem Unbekannten ins Fahrzeug gestiegen", sagte Polizeisprecher Kai Richter in Lüneburg. "Im weiteren Verlauf ist es dann vermutlich zu einem Tötungsdelikt gekommen."

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Experten des Landeskriminalamtes gingen aber davon aus, dass der Fahrer und damit auch mögliche Täter einen Bezug zum Bereich Bergen-Clenze-Waddeweitz hatte, und deshalb dort unterwegs war. In dem Zusammenhang werden nun weitere mögliche Zeugen gesucht.

Weitere Zeugen gesucht

Dabei geht es vor allem um mögliche Beobachtungen am Neujahrstag 2001. Wichtig wären aber auch Angaben über auffälliges Verhalten gegenüber Anhalterinnen im Bereich von Bergen, Jiggel und Clenze seit Ende der 1990er Jahre.

Seit dem Neustart der Ermittlungen im vergangenen Herbst seien mehr als 100 Hinweise und Spuren eingegangen, auch anonym und per Internet über das sogenannte BKMS-System, sagte Richter. Beamte waren in der Region von Tür zu Tür gegangen und hatten Flugblätter verteilt, dabei wurde laut Richter der neue Zeuge gefunden. Die achtköpfige Ermittlungsgruppe wird von Profilern des LKA in Hannover beraten. (dpa)