Region38 

Nach Sturm "Eberhard" in Braunschweig und Region: Landesforsten warnen!

Auch im Harz muss aufgeräumt werden (Archivbild).
Auch im Harz muss aufgeräumt werden (Archivbild).
Foto: Landesforsten Niedersachsen

Braunschweig/Harz. Sturm "Eberhard" hat das ganze Wochenende über Deutschland getobt. Vor allem Westen, Süden und Mitte Deutschlands sind vom Sturm schwer betroffen. Die Region38 blieb weitestgehend verschont.

Überblick über die Wetterlage am Montag:

12.06 Uhr: Die Landesforsten warnen vor dem Betreten der Wälder in Südniedersachsen - unter anderem im Harz. In vielen Bereichen seien Wege durch umgestürzte Bäume blockiert. Zudem drohten angebrochene Stämme umzustürzen und abgeknickte Äste herabzufallen, sagte ein Sprecher.

Das ganze Ausmaß der Schäden in den Wäldern sei noch nicht abzusehen. Priorität habe es zunächst, Straßen und Wege wieder passierbar zu machen.

8.18 Uhr: Zwanzig Straßen waren am Montagmorgen im Landkreis Göttingen gesperrt, weil Bäume umgestürzt waren. "Alles was nicht niet- und nagelfest war, ist hier durch die Luft geflogen", sagte ein Sprecher.

Im restlichen Niedersachsen ist es in der Nacht ruhiger geblieben. In Braunschweig gab es 14 Einsätze.

7.02 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat für Montagmorgen Entwarnung gegeben. Das Sturmtief Eberhard ist über Niedersachsen hinweggezogen.

In Salzgitter und Goslar warnt der DWD aber auch am Montagmorgen bis 10 Uhr noch vor Windböen. Diese erreichen in exponierten Lagen jedoch noch 70 Stundenkilometer, ansonsten muss mit bis zu 55 km/h aus westlicher Richtung gerechnet werden.

Außerdem warnt der Deutsche Wetterdienst um Salzgitter und Goslar und in der südlicheren Region Niedersachsen vor Glätte am Morgen auf den Straßen. Hier musst du damit rechnen, dass auch noch ein wenig Schnee fallen kann.

6.20 Uhr: Nach dem Sturmtief "Eberhard" müssen Bahnfahrer in Niedersachsen und Bremen auch am Montag noch Geduld mitbringen. Es könne weiter zu Verspätungen und Zugausfällen kommen. "Die Lage hat sich aber deutlich entspannt", sagte eine Bahn-Sprecherin am Montagmorgen.

Besonders Langstreckenverbindungen von Süden nach Norden könnten noch vereinzelt ausfallen. Wie viele Verbindungen aktuell betroffen sind, sei unklar. Reisende sollten sich vorab informieren, ob ihr Zug wie angekündigt fahre.

5.55 Uhr: Die A7 musste am Sonntagabend für rund drei Stunden bei Hann. Münden gesperrt werden, nachdem ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt war. Der Verkehr habe sich in Richtung Süden auf zeitweise acht Kilometer gestaut, teilte ein Sprecher mit.

Hunderte Bahn-Mitarbeiter befreien Zugstrecken

Auch Regionalbahnen waren vom Sturm betroffen: Die Nordwestbahn-Linien von Paderborn nach Kreiensen sowie von Ottbergen nach Göttingen waren am Sonntagabend ausgefallen. In Osnabrück hatte die Bahn für gestrandete Reisende Züge zum Schlafen bereit gestellt.

Diese Schlafzüge seien mittlerweile wieder im regulären Einsatz, sagte die Sprecherin. Hunderte Bahn-Mitarbeiter zogen am Morgen los und begannen, Zugstrecken von umgestürzten Bäumen und Gestrüpp zu befreien.

Der Sturm fegte am Wochenende auch über Niedersachsen hinweg:

In Salzgitter und im Süden von Niedersachsen warnte der Deutsche Wetterdienst vor schweren Sturmböen. Diese können die Geschwindigkeiten zwischen 75 und 100 Kilometer pro Stunde erreichen.

Die Sturmböen sollen bis Mitternacht anhalten. Außerdem ist mit leichtem Schneefall zu rechnen.

Auch für die Städte Braunschweig und Wolfenbüttel liegt eine Warnung vor dem Schneefall vor. Diesen Regionen bleibt aber der Sturm Eberhard erspart.

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In Nordrhein-Westfalen fordert der Sturm ein Todesopfer

Vor allem in Nordrhein-Westfalen hat "Eberhard" für viel Chaos gesorgt. Dort erreichte der Wind teilweise Geschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometer pro Stunde. Die Deutsche Bahn hat den Fern- und Regionalverkehr in NRW komplett eingestellt.

Bis jetzt kam mindestens ein Mann durch den Sturm ums Leben. Im Hochsauerlandkreis ist ein Baum auf ein Auto gestürzt. Für den Fahrer kam leider jede Hilfe zu spät. (ses, js, mit dpa)