Region38 

Hunderte Beamte im Einsatz: Großkontrollen auch in Braunschweig, Wolfsburg & Co.

In Vorsfelde wurde auch der Kofferraum eines Autos bei der Großkontrolle inspiziert.
In Vorsfelde wurde auch der Kofferraum eines Autos bei der Großkontrolle inspiziert.
Foto: Polizei Wolfsburg

Niedersachsen. Großkontrolle der Polizei in Niedersachsen: Am Dienstag führten wieder Hunderte Beamte Schwerpunktkontrollen zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität durch.

Von etwa 12 bis 20 Uhr kontrollierten die Polizisten auch in der gesamten Region38 zahlreiche Personen. Auch Autos wurden bei der Großkontrolle angehalten.

Großkontrolle in Niedersachsen

"Verstärkte polizeiliche Kontrollen sind ein wichtiger Bestandteil im Kampf gegen Wohnungseinbruchsdiebstähle. Zudem können Sie als Bürgerinnen und Bürger durch aufmerksames Verhalten und Hinweise an die Polizei unsere täglichen Bemühungen dabei wesentlich unterstützen“, so Thomas Figge, Sprecher der Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt.

Das Ziel dabei sei, einerseits den Druck auf mögliche Täter-Gruppierungen zu erhöhen. Die Beamten wollen gleichzeitig aber auch Erkenntnisse über Strukturen, Reisebewegungen, Fahrt- und Hauptverbindungsrouten sammeln, so die Polizei.

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Unterstützt wurde sie bei ihren Kontrollen durch Dokumentenprüfer, einem Drogenspürhund, Beamte der Bereitschaftspolizei sowie von Mitarbeitern des Hauptzollamtes Braunschweig.

Zahlreiche Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz

Die Ergebnisse der landesübergreifenden Großkontrolle werden derzeit noch ausgewertet. Darüber hinaus leiteten die Einsatzkräfte aber mehrere Ermittlungsverfahren ein.

Ein 31-jähriger Schweizer, ein 28-jähriger Pole und ein 22-Jähriger aus Osterwieck müssen sich unter anderem wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten, weil sie unter dem Einfluss berauschender Mittel in Goslar standen.

Zwei Männer waren zur Festnahme ausgeschrieben

Auch im Bereich der Polizeidirektion Braunschweig wurden diverse Verstöße festgestellt. So waren zwei Personen, die in die Kontrolle gerieten, beispielsweise zur Festnahme ausgeschrieben. Ein Mann wurde mit internationalem Haftbefehl aus Ungarn gesucht. Er wurde verhaftet. Der andere konnte die Kaution entrichten.

Vier Autofahrer hatten Drogen genommen, einer war betrunken (1,08 Promille). Neun Fahrer hatten keinen Führerschein. Auch der Zoll stellte sieben Verstöße, etwa gegen den Mindestlohn, Leistungsmissbrauch oder etwa Scheinselbstständigkeit fest.

Auch in Wolfsburg und Helmstedt hatte der Zoll allerhand zu tun. Hier wurden 134 Arbeitnehmer in 85 Firmen überprüft. In 22 Fällen stehen hier Arbeitgeber im Verdacht, Arbeitsentgelt vorenthalten zu haben.

In zehn Fällen soll der Mindestlohn nicht gezahlt worden sein. Darüber hinaus sollen 15 Arbeitnehmer noch zu Unrecht neben ihrem Lohn Sozialleistungen erschlichen haben.

Die Wolfsburger Polizei zog außerdem einen 52-Jährigen aus dem Verkehr, der keinen Führerschein besaß. Auch war sein Auto nicht zugelassen. Ein 32-jähriger Braunschweiger wurde unter dem Einfluss von Drogen erwischt.

Die Ermittlungen dauern an

Ein Auto flüchtete, als er die Kontrollstelle erblickte. Die Beamten konnten den Wagen aus Polen aber stoppen. Bei dem Fahrer und Beifahrer wurden größere Geldsummen gefunden, die angeblich aus Autoverkäufen stammen sollen.

"Auch wenn die beiden Fahrzeuginsassen keinen Nachweis dafür erbringen konnten, wurden sie nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen“, so die Polizei.

Großkontrolle soll wiederholt werden

Die Ermittlungen hierzu dauern an. Kontrollen dieser Art sollen weiterhin stattfinden, um die Einbruchszahlen zu minimieren. (js)