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Karfreitag: Darum dürfen "Heidi" und 700 andere Filme heute nicht gezeigt werden

PotatoQueen
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"Heidi in den Bergen", "Monty Pythons - Das Leben des Brian" und "Die Brüder Löwenherz": Das sind nur einige Beispiele einer endlos erscheinenden Liste von über 700 Filmen, die an den sogenannten "Stillen Feiertagen", zu denen auch der Karfreitag zählt, nicht gezeigt werden dürfen.

Festgelegt hat dies die FSK, also die "Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft".

Filme widersprechen ernstem Charakter

Diese begründet die Einschränkungen so: "Grundlage für die Entscheidungen der FSK über die Freigabe von Filmen für die stillen Feiertage sind die Regelungen der Ländergesetze. Diese besagen, dass Filme, die dem "ernsten Charakter" dieser Feiertage widersprechen, im Kino nicht öffentlich vorgeführt werden dürfen."

Derartige Regelungen gebe es jedoch nicht für den Verkauf von DVD/Blu-rays oder Online-Dienste bestehen hingegen keine entsprechenden Regelungen.

Allerdings habe sich in den vergangenen Jahren einiges in Sachen Feiertagsfreigabe verändert. So bekamen in den 50er und 60er Jahren noch über die Hälfte der Filme keine Genehmigung. In den vergangenen 15 Jahren war es nur noch etwa ein Prozent.

Liste wird immer wieder überprüft

Beispielsweise war der Film "Die Feuerzangenbowle" nach einer ersten Prüfung im Jahr 1954 noch nicht für eine Vorführung an Feiertagen freigegeben. Bei einer erneuten Prüfung rund 30 Jahre später wurde diese dann aber doch noch erteilt.

Übrigens ist nicht nur der Karfreitag ein "Stiller Feiertag": Dazu gehören auch der Totensonntag, Allerheiligen, Buß- und Bettag und der Volkstrauertag. An diesen Tagen herrscht außerdem ein Tanzverbot. Viele Bars und Diskotheken müssen ihren Betrieb an diesem Tag einstellen.

Die komplette Liste der Filme, die an stillen Feiertagen nicht gezeigt werden dürfen, gibt es hier: KLICK. (mvg)