Region38 

Wetter in Niedersachsen: Kohle aus - HIER darfst du ab sofort nicht mehr grillen

In Salzgitter darfst du erst einmal nicht mehr grillen.
In Salzgitter darfst du erst einmal nicht mehr grillen.
Foto: Monique Wüstenhagen/dpa

Region38. Das Wetter neigt diesen Sommer zu immer neuen Extremen. Hitze mit Temperaturen über 40 Grad und Gewitter wechseln sich ab. Dennoch fehlt ausreichend Regen, um die anhaltende Trockenheit zu bekämpfen.

Wir halten dich mit unserem Wetter-Blog auf dem Laufenden!

Donnerstag, 1. August 2019

18.15 Uhr: Die Stadt Salzgitter hat ein Grillverbot ausgebrochen. In einer Mitteilung heißt es, dass aufgrund der Trockenheit bis auf Weiteres nicht mehr in Park- und Grünanlagen gegrillt werden darf. Wann das Verbot aufgehoben wird, sei nicht abzusehen.

Konkret betroffen sind folgende Grillplätze:

  • Reppnersche Bucht
  • in der Nähe des Tauchereinstiegs
  • in der Nähe der Grundschule am See
  • am Piratenspielplatz
  • in Gebhardshagen in der Gustedter Straße am Steinbruch
  • in Lichtenberg am Waldeingang am Großparkplatz vor der Burgruine
  • in Salder im Steinbruch am Hasselberg

Mittwoch, 31. Juli 2019

10.48 Uhr: Die Flüsse und Bäche im Landkreis Wolfenbüttel führen viel zu wenig Wasser. Die Landkreisverwaltung untersagt daher ab sofort das Abpumpen von Wasser aus allen Flüssen und Bächen im Kreisgebiet bis zum 30. September, um die Gewässer und den Wasserhaushalt zu schützen.

Der Landkreis Wolfenbüttel will das Verbot überwachen. Verstöße dagegen sind eine Ordnungswidrigkeit und können mit Bußgeldern bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Dienstag, 30. Juli 2019

15.39 Uhr: Tausende Fische sind in Wolfsburg verendet. Sie starben im Neuen Teich in der Nordstadt, weil das Gewässer umkippte. Die Stadt Wolfsburg handelt jetzt - wenn auch spät.

14.22 Uhr: Die große Hitze-Welle beschäftigt viele Meteorologen immer noch. "Die Hitze im letzten Julidrittel war historisch, daran gibt es keine Zweifel", sagt Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline.

An den in Lingen gemessenen Rekordwert von 42,6 Grad dagegen glaubt man bei WetterOnline nicht. Die Kritik an den Messmethoden sei berechtigt. Die Meteorologen haben nun entschieden, den Wert nicht in ihren Rekordlisten zu führen.

Montag, 29. Juli 2019

08.52 Uhr: Der DWD warnt vorab vor Unwettern im Kreis Gifhorn. Im Laufe des Vormittags entwickeln sich zunächst nur einzelne Schauer und Gewitter, am Nachmittag und Abend treten diese dann häufiger auf, heißt es da.

Dabei könne es kleinräumig zu heftigem Starkregen bis 35 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit kommen. Vereinzelt und lokal eng begrenzt sei auch extrem heftiger Starkregen über 40 l/qm in kurzer Zeit wahrscheinlich.

Zudem können die Gewitter von Sturmböen um 80 km/h sowie mittelgroßem Hagel (um 2 cm) oder Hagel-Ansammlungen begleitet sein. Die Unwettergefahr hält bis in die Nacht zum Dienstag an und schwächt sich im Laufe der Nacht nur langsam ab.

07.47 Uhr: Heute Vormittag bringen dichte Wolkenfelder immer wieder Schauer mit sich. Später folgen kräftige Gewitter mit Gefahr von heftigem Starkregen, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Deren Schwerpunkt verlagert sich im Verlauf des Tages nach Ostniedersachsen und somit auch in die News38-Region.

Östlich der Weser kommen die Gewitter mit Sturmböen zwischen 65 und 85 Stundenkilometer (entspricht Windstärke acht bis neun), Hagel und Starkregen mitbringen. 25 bis 50 Liter pro Quadratmeter in nur kurzer Zeit sind möglich. Auch Hagelkörner um die zwei Zentimeter können vom Himmel kommen.

Die Höchsttemperaturen liegen bei feuchter und teils sehr warmer Luft zwischen 25 und 29 Grad.

Auch in der Nacht klingen die Schauer und Gewitter nur zögerlich ab. Örtlich können Nebelfelder auftreten.

Sonntag, 28. Juli 2019

15.07 Uhr: Aufgrund der Trockenheit bittet die Polizei unter Verweis auf die zahlreichen Brände der letzten Tage keine brennenden Zigarettenkippen achtlos wegzuschmeißen und sich der Wetterlage angepasst zu verhalten.

13.02 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat für Goslar, Osterode und Umland eine amtliche Warnung vor starkem Gewitter herausgegeben. Gültig bis 15.30 Uhr.

12.15 Uhr: Bei Mäharbeiten im Bereich Grassel im Landkreis Gifhorn hat wieder ein Getreidefeld in Flammen gestanden. Es brannte laut Polizei auf 10-15 Hektar nieder. Das Feuer konnte durch die Ortswehren gelöscht werden. Der Mähdrescher wurde nicht betroffen. Die Schadenshöhe ist aktuell nicht bekannt.

11.42 Uhr: In Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg erreicht das Thermometer mittlerweile etwa 27 Grad. Eine regelrechte Verschnaufpause nach der andauernden Hitze.

Doch Niedersachsen muss sich am Sonntag auf örtliche Gewitter einstellen, so die Prognosen des Deutschen Wetterdiennstes.

Mancherorts warnen die Meteorologen vor heftigem Starkregen und Hagel.

Samstag, 27. Juli 2019

17.20 Uhr: Im Bereich Ribbesbüttel bei Gifhorn brannte im Rahmen der Mäharbeiten die landwirtschaftliche Fläche, ca. 2000 Quadratmeter, sowie der Mähdrescher. Die Ortswehren rückten aus und konnten diesen Brand ebenfalls löschen. Der Sachschaden wird auf ca. 5000 Euro geschätzt.

12.50 Uhr: Im Bereich Wedelheine entfachte eine alte Brandstelle und konnte durch die Ortswehr ebenfalls wieder gelöscht werden.

10 Uhr: Feuer in der Ortschaft Ummern. Eine Rasenfläche im Bereich eines Pferdestalles stand in Flammen. Das Feuer konnte durch die eingesetzten Ortswehren schnell gelöscht werden. Es entstand geringer Sachschaden. Es bestand keine Gefahr für Mensch oder Tier.

Freitag, 26. Juli 2019

23 Uhr: In Gifhorn der Gemarkung Müden brannten circa 130 Quadratmeter Ackerfläche. Dieser Brand konnte durch die Ortswehr Müden gelöscht werden. Sachschaden ist nicht entstanden.

16.27 Uhr: Das Atomkraftwerk Grohnde muss trotz Hitze noch nicht abgeschaltet werden. Das war wegen der steigenden Weser-Temperatur zunächst befürchtet worden. Derzeit habe die Wassertemperatur des Flusses nicht mal 25 Grad erreicht, sagte ein Sprecher der Betreibergesellschaft Preussen Elektra am Freitagnachmittag.

16.14 Uhr: Bei Königslutter brennt ein Feld. Mehrere Feuerwehren sind an der L290 ist im Einsatz. Autofahrer müssen wenden.

Zudem brannten in Emmerstedt rund 150 Quadratmeter eines Stoppelfelds. Auch im Landkreis Gifhorn brennt es: An der Bokensdorfer Straße brenne ein Stoppelfeld, meldet die Feuerwehr.

15.26 Uhr: Derzeit herrscht nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in weiten Teilen Niedersachsens die Waldbrandgefährdungsstufe 4, was eine hohe Gefahr bedeutet. In einem Gebiet zwischen Diepholz und Weser galt am Freitag sogar die höchste Gefährdungsstufe 5. >> Hier geht's zum Waldbrandgefahrenindex

14.53 Uhr: Landwirte in Niedersachsen dürfen ihre Felder mithilfe eines Wasservorschusses beregnen. Die Wasserkontingente, die normalerweise für zehn Jahre gelten, werden dazu auf fünfzehn Jahre verlängert, wie eine Sprecherin des Umweltministeriums sagte.

Nötig wurde dieser Schritt, weil viele Landwirte ihr 10-Jahres-Kontingent bereits aufgebraucht haben.

14.42 Uhr: Die Stadt Braunschweig weist auf das herrschende Grillverbot hin. Wegen der Trockenheit und der Brandgefahr sei das Grillen in Park- und Grünanlagen derzeit tabu. Das schließe auch die öffentlichen Grillplätze ein, heißt es.

"Jeder Funke kann sich schnell zu einem großflächigen Brand ausbreiten", heißt es von der Stadt Braunschweig.

14.34 Uhr: Der DWD hat den neuen deutschen Hitzerekord von 42,6 Grad im emsländischen Lingen bestätigt. Damit sind die Zweifel des Meteorologen Jörg Kachelmann ausgeräumt:

13.38 Uhr: Die Feuerwerke zum Schützenfest Schwicheldt (27. Juli) und - wie im vergangenen Jahr auch schon - zum Volksfest in Woltorf (28.Juli) wurden abgesagt. Sie wären zu gefährlich, so die Stadt Peine.

13.03 Uhr: Das Verkehrsministerium in Niedersachsen warnt Autofahrer vor möglichen Hitzeschäden an Autobahnen. Auf den relativ wenigen Abschnitten, wo noch alte Betonplatten liegen, könnten diese sich wegen der außergewöhnlichen Hitze gegeneinander verschieben, sagte eine Ministeriumssprecherin.

An einer Abfahrt der A7 in der Lüneburger Heide war vor einigen Tagen so ein als Blow-up bezeichneter Schaden entdeckt worden.

10.36 Uhr: In der Berliner Straße in Braunschweig brennt Gestrüpp an einer Hauswand. Für die Feuerwehr ist es schwer begreifbar: "Seit Tagen stöhnen alle über die große Hitze, jedoch ist bei beiden Schadensereignissen aufgrund der Örtlichkeiten denkbar, dass diese durch unachtsam oder gedankenlos weggeworfene Zigarettenkippen ausgelöst wurden."

9.45 Uhr: Die Feuerwehr Braunschweig löscht einen Böschungsbrand an der A2 in Fahrtrichtung Berlin. Neben der Berufsfeuerwehr sind die Ortsfeuerwehren Watenbüttel und Bienrode im Einsatz.

4.30 Uhr: Viele wildlebende Tiere leiden zunehmend unter der Trockenheit und Hitze. Betroffen seien vor allem Amphibien, teilte die Umweltschutzorganisation BUND mit. Ähnlich verheerend sehe es derzeit für viele Libellen aus.

Schon im vergangenen Jahr seien zahlreiche Kaulquappen bedrohter Arten wie Moorfrosch, Laubfrosch, Rotbauchunke oder Knoblauchkröte wegen des Wassermangels in den Laichgewässern vertrocknet.

Donnerstag, 25. Juli 2019

18.02 Uhr: Jetzt wurden 42,6 Grad im Emsland gemessen! "Wir müssen noch prüfen, ob dieser Wert Bestand hat", sagte ein DWD-Sprecher angesichts des Ausnahme-Messwerts aus Lingen.

17.33 Uhr: Erstmals seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen in Deutschland ist die Temperatur auf 42 Grad gestiegen. Nach vorläufigen Messergebnissen des DWD wurden im niedersächsischen Lingen 42,0 Grad registriert!

16.11 Uhr: Auch auf dem Brocken im Harz ist es so warm geworden wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Schon am Mittag wurden auf dem 1.141 Meter hohen Berg 29,7 Grad Celsius gemessen.

Damit ist der bisherige Topwert von 29,0 Grad von August 2012 auf jeden Fall übertroffen. Der neue Rekord könnte noch höher ausfallen, laut DWD sind die absoluten Höchsttemperaturen am späten Nachmittag zu erwarten.

16.06 Uhr: Erstmals seit Aufzeichnung der Temperaturmessungen in Deutschland ist die Temperatur über 41 Grad gestiegen. Nach vorläufigen Messergebnissen des DWD wurden am Donnerstag im niedersächsischen Lingen 41,5 Grad verzeichnet. Dieser Wert wurde um 15.10 gemessen, sagte ein Sprecher.

15.13 Uhr: Die Stadt Braunschweig bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Wegen der anhaltend hohen Temperaturen wünscht sie sich Unterstützung bei der Bewässerung von Bäumen und Sträuchern.

In einer Mitteilung heißt es: „Eine Bewässerung, die über den Jungbaumbestand hinausgeht, ist trotz einer zusätzlichen Beauftragung von Unternehmen aus dem Bereich Garten- und Landschaftsbau leider nicht möglich. Wer Bäume oder Sträucher vor der Haustür hat, kann bereits mit einigen Eimern Wasser zum Erhalt des öffentlichen Grüns beitragen.“

14.11 Uhr: Die Stadt Wolfsburg bedankt sich bei den Gärtnern des Geschäftsbereichs Grün, die trotz Hitze unterwegs sind und sich "bienenfleißig" um die Bäume und Grünflächen kümmern. "Danke an Euch und alle anderen, die den Temperaturen trotzen und für uns Bürohocker draußen im Einsatz sind!"

13.50 Uhr: Das Atomkraftwerk Grohnde im Kreis Hameln-Pyrmont soll wegen der steigenden Weser-Temperatur voraussichtlich am Freitag gegen Mittag abgeschaltet werden. Dann werde das Wasser des Flusses vermutlich die kritische Grenze von 26 Grad erreichen, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Umweltministeriums am Donnerstag.

Zum Schutz des Ökosystems der Weser dürfe dann kein wärmeres Wasser mehr in den Fluss geleitet werden. Für das Atomkraftwerk an sich sei die derzeitige Hitze dagegen kein Problem.

13.31 Uhr: Die Feuerwehr Braunschweig hat eine Katze gerettet. Die Kleine saß in hilfloser Lage auf einer gläsernen Balkonüberdachung in der Grünewaldstraße in der Sonne. Da waren es schon 33 Grad.

Mit einer Drehleiter gelang es der Feuerwehr dann, die sichtlich erschöpfte Katze zu retten. Ihre glückliche Besitzerin nahm sie unten in Empfang.

12.02 Uhr: Die Heide-Bäckerei gibt ihren Mitarbeiterin hitzefrei! Auf der Homepage verkündet das Unternehmen, dass einige Filialen bereits mittags oder nachmittags schließen. In Gifhorn hat die Filiale Osloß bereits seit 11 Uhr zu. Das Café Magie Wittingen schließt um 15 Uhr. Auch in Peine schließt die Filiale im Jawoll-Markt früher: um 17 Uhr ist Feierabend.

10.19 Uhr: In Niedersachsen ist am Mittwoch wohl ein Hitzerekord erreicht worden: 39,1 Grad wurden in der Messstation in Lingen im Emsland gemessen, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf Basis vorläufiger Messungen mitteilte.

07.40 Uhr: Die Hitze-Welle nimmt kein Ende! Auch am Donnerstag kann sich Niedersachsen nicht auf kühlere Temperaturen einstellen. Im Laufe des Tages sollen es bis zu 37 Grad werden. Am Donnerstag können laut DWD stellenweise rund 39 Grad erreicht werden.

Mittwoch, 24. Juli 2019

16.19 Uhr: Die Stadt Wolfsburg teilt mit, dass aufgrund der Hitze einige Straßenarbeiten erst verzögert abgeschlossen werden können. Betroffen sind: die linke Spur der Braunschweiger Straße stadtauswärts ab E-Tankstelle (erst ab Freitag, 26. Juli, freigegeben), Schillerstraße an den Haltestellen „Kaufhof“ und „Kunstmuseum“ (die westliche und östliche Fahrspur, Bushaltestelle in Richtung stadteinwärts beziehungsweise stadtauswärts), Sperrungen bleiben hier bis Montag, 29. Juli bestehen, Verkehr wird einspurig vorbeigeführt

14.53 Uhr: In der gesamten Region38 gibt es zahlreiche Orte, an denen du kostenfrei dein Trinkwasser auffüllen kannst. Hier findest du eine Übersicht aller Läden, die bei "Refill" mitmachen.

14.36 Uhr: Auch das Deutsche Rote Kreuz warnt vor den Gefahren eines Sonnenstichs. Im Gegensatz zum Hitzschlag sei beim Sonnenstich in erster Linie das Gehirn betroffen", so das DRK. Typische Symptome seien ein hochroter, heißer Kopf, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Ohrensausen, ein steifer Nacken, Benommenheit bis hin zu Bewusstlosigkeit.

So hilfst du beim Sonnenstich:

  1. Bring die betroffene Person aus der Sonne, sobald der erste Verdacht auf einen Sonnenstich aufkommt.
  2. Sofern die Person bei Bewusstsein ist, lege sie mit erhöhtem Kopf in den Schatten und kühle den Kopf und Nacken mit feuchten Tüchern.
  3. Auch eine ausreichende Wasserzufuhr ist hilfreich für die Erholung des Gehirns und des Körpers. Dies gilt jedoch nur, wenn die Person die Flüssigkeit einbehalten kann und sich nicht erbricht.
  4. Falls sich der Zustand nicht bessert, sollte der oder die Betroffene in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.
  5. Ist die Person bewusstlos, bringe sie in die stabile Seitenlage, kontrolliere die Atmung und rufe unbedingt den Notarzt (Notruf: 112).

14.08 Uhr: Für unsere Region gilt der Graslandfeuerindex der Stufe 5 - mehr geht nicht. Der Index beschreibt die Feuergefährdung von offenem, nicht abgeschattetem Gelände mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs.

13.00 Uhr: Man kann es gar nicht oft genug wiederholen – Kinder, Hilfebedürftige und Tiere sollte man bei diesem Wetter nicht allein im Auto lassen. Das ist absolut lebensgefährlich!

12.10 Uhr: Bei den erwarteten bis zu 39 Grad im Schatten können sich Hitzegeplagte entweder in der gut 19 Grad kühlen Nordsee abkühlen oder in den Harz fahren.

Auf dem 1.141 Meter hohen Brocken werde es am Donnerstag 26 bis 27 Grad warm, so der DWD. Für den 971 Meter hohen Wurmberg bei bei Braunlage im Kreis Goslar würden 27 bis 28 Grad erwartet. Der Wind wehe nur mäßig.

07.19 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst sagt für heute zwischen 32 und 38 Grad in Niedersachsen voraus. Dabei weht nur ein schwacher bis mäßiger Ost- bis Südostwind.

In der Nacht soll der Himmel klar bleiben. Mit Tiefwerten von nur 17 bis 21 Grad steht eine Tropennacht bevor.

06.58 Uhr: Je mehr die Temperaturen klettern, desto mehr Menschen suchen eine Abkühlung im kalten Nass. Daher steigt die Zahl der Badeunfälle in den Sommermonaten rapide an. So hat es am Dienstagabend gleich zwei Badeunglücke in der News38-Region gegeben.

Nach einem Vermissten im Tankumsee wird noch gesucht (>> hier mehr), ein 26-Jähriger bei Goslar konnte aus fünfeinhalb Meter Tiefe gerettet werden, starb aber wenig später (>> hier die ganze Geschichte).

Dienstag, 23. Juli 2019

17.22 Uhr: Auch die Feuerwehr bereitet sich auf das Wetter in den nächsten Tagen vor. Allerdings weniger mit Sonnencreme, sondern mehr durch Vorsorge. Viel trinken stehe da an oberster Stelle.

Für Gefahrengut-Einsätze gebe es an heißen Tagen spezielle Kälte-Westen, die den Körper herunterkühlen. Außerdem werde auf einen noch schnelleren Personalaustausch geachtet.

16.20 Uhr: Der Flughafen Hannover bewässert die Start- und Landebahnen - um zu verhindern, dass wieder Betonplatten aufbrechen. Die Ränder der Landebahnen würden immer dann mit Wasser benetzt, wenn der Beton über 39 Grad heiß sei, so eine Sprecherin.

Im vergangenen Sommer hatten drei mehr als 50 Jahre alte Betonplatten der andauernden Hitze nicht standgehalten. Die Bahn wurde gesperrt - 85 Flüge und knapp 15.000 Passagiere waren betroffen.

13.22 Uhr: "Eine anhaltende Hitzeperiode belastet den Körper und kann mit gesundheitlichen Problemen bis hin zu ernsten Erkrankungen verbunden sein", sagt der Umweltmediziner Roland Suchenwirth vom Landesgesundheitsamt.

"Warnzeichen wie Kreislaufbeschwerden, Muskelkrämpfe, Bauchkrämpfe, Erschöpfungs- oder Schwächegefühl sollten unbedingt ernst genommen werden." Denn Hitzschlag oder Sonnenstich könnten lebensgefährlich sein.

12.13 Uhr: Auch die Landwirte sind wegen der anhaltenden Trockenheit alarmiert. Das fehlende Wasser werde sich gravierend auf Futterbaubetriebe auswirken, insbesondere auf den Mais.

Laut Landwirtschaftskammer steht der Mais kurz vor der Blüte, um dann den Kolbenansatz zu bilden, was der Hauptertragsfaktor ist. Dafür benötigen die Pflanzen jetzt eigentlich dringend wieder Niederschlag...

10.55 Uhr: Meteorologe Dominik Jung von wetter.net rechnet fest mit neuen Rekordwerten: "Das ist keine Panikmache. Das sind einfach die platten Fakten", sagte er.

10.37 Uhr: Mit der Hitze einher geht auch eine extreme Trockenheit, die zu hoher Waldbrandgefahr in weiten Teilen Deutschlands führt. Auf der DWD-Karte siehst du, wo die Gefahr am größten ist:

09.42 Uhr: Die bislang höchste Temperatur in Niedersachsen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor etwa 70 Jahren wurde am 9. August 1992 in der Lüneburger Heide in Bergen und Faßberg gemessen. 38,6 Grad Celsius waren es da.

09.16 Uhr: Auf dieser Karte des DWD kannst du sehen, wie warm es am Donnerstag in welcher europäischen Region wird:

08.00 Uhr: Schon am heutigen Dienstag sollen die Temperaturen in der Region38 auf bis zu 32 Grad klettern. Am Mittwoch werden Spitzentemperaturen von bis zu 34 Grad erwartet. Am Donnerstag könnten es 36 Grad werden.

Bei einer Maximaltemperatur von rund 30 Grad wird es an den niedersächsischen Küsten und auf den Inseln noch am kühlsten. (ck)