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Zoo Magdeburg: Drama am Elektro-Tor – Elefantenkuh verliert Teil ihres Rüssels

Die afrikanische Elefantendame Mwana (rechts) aus dem Zoo in Magdeburg hat einen Teil ihres Rüssels verloren. (Archivbild)
Die afrikanische Elefantendame Mwana (rechts) aus dem Zoo in Magdeburg hat einen Teil ihres Rüssels verloren. (Archivbild)
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dp

Magdeburg . Im Zoo Magdeburg hat sich ein Elefant schwer verletzt. Elefantendame Mwana quetschte sich an einem Tor ihren Rüssel ein. Dabei habe sie einen etwa zehn Zentimeter langes Teil der Spitze des Rüssels verloren, sagte Zoo-Direktor Kai Perret am Mittwoch. Zuvor berichtete die „Magdeburger Volksstimme“.

Unfall im Zoo Magdeburg

Den Angaben nach geschah das Unglück am Montag, als für Mwana routinemäßig ein elektrisch angetriebenes Tor von ihrer Unterkunft zum Gehege geöffnet wurde. „Dabei hat sie an dem Tag aus unerfindlichen Gründen ihren Rüssel in einen Türspalt gesteckt, und in einer Millisekunde ist es dann passiert“, sagte Perret.

Elefantenkuh wird per Hand gefüttert

Die Elefantenkuh sei sofort tiermedizinisch und mit Antibiotika versorgt, die Blutung schnell gestoppt worden. Es handele sich um einen bedauerlichen Unfall, wofür niemand die Schuld trage, sagte der Zoodirektor. „Unfälle passieren leider, auch in der Natur“, sagte er.

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Mwana werde nun per Hand gefüttert. „Mit Heu, Obst, Broten, gekochtem Reis und anderen Leckereien“, sagte Perret. Ihr gehe es gut. Er sei zuversichtlich, dass sie sich mit dem Handicap arrangieren werde. Dies liege in der Natur der Tiere. Sie lernten automatisch mit so einer Behinderung umzugehen.

Mwana (37) ist den Angaben zufolge seit den 1970er Jahren im Magdeburger Zoo. (dpa/ck)