Salzgitter 

Kripo-Chef in den Landtag? FDP nominiert Küch

Ulf Küch, Leiter der Kriminalpolizei Braunschweig.
Ulf Küch, Leiter der Kriminalpolizei Braunschweig.
Foto: dpa

Salzgitter. Im Januar 2018 sind Landtagswahlen in Niedersachsen, die FDP Salzgitter schickt dafür einen prominenten Namen ins Rennen: Für die Liberalen geht Kripo-Chef Ulf Küch im Wahlkreis 11 (Salzgitter) an den Start. Das berichtet die "Salzgitter Zeitung" am Dienstag, 23. Mai.

Der 60-Jährige ist zur Zeit Landesvorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) und stellvertretender Bundesvorsitzender. Das erste Amt will er nach eigenen Angaben im Juni abgeben, um sich voll dem Wahlkampf widmen zu können. Den stellvertretenden Bundesvorsitz dann im November.

Küch erlangte während der Flüchtlingswelle ab 2015 deutschlandweite Bekanntheit. Als Autor und Gast zahlreicher Polittalks berichtete er aus Sicht der Sonderkommission "Asyl" über Flüchtlingskriminalität. Einen seiner bekanntesten Auftritte hatte Küch im Dezember 2015 in der ARD-Sendung "Anne Will", als er auf den Vorwurf des Niedersächsischen AfD-Chefs Hempel, Flüchtlinge würden deutlich mehr Straftaten begehen als Deutsche, konterte: Wer eine Straftat begehe, werde verfolgt: "Das ist mir doch vollkommen egal, ob der Ali, Gustav oder Herbert heißt.“

Auch für seinen Wahlkampf versprach Küch: "Ich werde weiterhin Tacheles reden".