Salzgitter 

Millionen-Brand in Busfabrik: Ursache steht fest

Das war einmal eine Produktionshalle.
Das war einmal eine Produktionshalle.
Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter/Braunschweig. Der Großbrand beim Omnibushersteller Sileo in Salzgitter-Watenstedt am 27. August geht offenbar auf einen technischen Defekt zurück. Das betonte Hans Christian Wolters, Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig, am Dienstag gegenüber news38.de. "Wir haben keinerlei Anhaltspunkte für Fremdverschulden, es spricht alles für einen Defekt."

Wo genau dieser aber aufgetreten ist, sei aufgrund des Ausmaßes der Zerstörungen möglicherweise nicht mehr aufzuklären; die entscheidende Begehung des Brandortes durch die Ermittler hatte am Montag stattgefunden. Bislang sind die Produktionshalle, in der aus der Türkei zugelieferte Bus-Rohbauten mit Elektroantrieben, Batterietechnik und dem Innenleben komplettiert wurden, ebenso beschlagnahmt wie das zerstörte Verwaltungsgebäude.

Wiederaufbau in Watenstedt

Auch mehrere Busse waren ein Raub der Flammen geworden. Schon am Tag des Brandes war klar: Der Sachschaden erreicht eine zweistellige Millionenhöhe.

Nach dem Brand hatte die zur deutsch-türkischen Unternehmensgruppe Bozankaya gehörende Sileo GmbH angekündigt, in der ersten Zeit an türkischen Konzern-Standorten weiterzumachen. Gleichzeitig sind in Watenstedt nach Firmenangaben die Vorbereitungen angelaufen, zumindest den Servicebereich schnell wieder funktionsfähig zu machen.

Neue Bus-Generation vor dem Start

Anfang September erreichten zudem die ersten neuen Fahrzeug-Rohbauten aus der Türkei das Werksgelände: Immerhin will sich Sileo trotz des Feuers nicht von dem Zeitplan abbringen lassen, bereits im Herbst eine neue Bus-Generation vorzustellen, die eine elektrische Reichweite von 400 Kilometer aufweisen. Vorgestellt werden soll sie auf der internationalen Busmesse Busworld im belgischen Kortrijk vom 20. bis 25. Oktober.

Helmstedter Bus verbrannt

Bei dem Großfeuer ist übrigens auch der erst am 10. August in Helmstedt offiziell in Betrieb genommene E-Bus "Leo" des Verkehrsbetriebs KVG verbrannt; der Bus habe sich für kleinere Wartungs- und Garantiearbeiten im Salzgitteraner Werk befunden, bestätigte KVG-Sprecher Klaus Stuhlmann.

"Es ist ein Versicherungsschaden", wobei die Schadenssumme im Falle "Leo" bei etwa 400.000 Euro liege. Sileo habe zugesagt, innerhalb von vier Monaten einen neuen Elektrobus für Helmstedt an die KVG zu liefern.

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