Salzgitter 

Vom Werk in den Wald: VW-Azubis im Grünen

Die Teilnehmer der Aktion.
Die Teilnehmer der Aktion.
Foto: Christina Rochlitz/Volkswagen Salzgitter

Salzgitter. Volkswagen Salzgitter hat heute 50 Azubis auf ein Waldstück am Rand von Salzgitter-Thiede geschickt. Die Lehrlinge sollen im Rahmen des "1. Waldpädagogiktages" hautnah etwas über Nachhaltigkeit und Umweltschutz lernen. Ebenso soll der Zusammenhalt und das Gruppenbewusstsein der neuen Konzernmitglieder im Naturerlebnis gestärkt werden.

Projekt-Initiator Dirk Windmüller, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender des Werkes Salzgitter, ist es wichtig, die Schulabgänger auch praktisch etwas Neues erfahren zu lassen: "Wir suchen immer nach spannenden Themen, die unsere Azubis über den Tellerrand ihrer Fachlichkeit hinaus blicken lassen. Hier können Sie etwas unmittelbar erleben und mit den eigenen Händen wahrnehmen. Das ist eine viel stärkere Erfahrung, als etwas nur erzählt zu bekommen oder in einem Video zu sehen."

Zusammen mit der Stiftung "Zukunft Wald" kooperiert Volkswagen Salzgitter im Projekt für die nächsten 30 Jahre. Hierzu wurde von der Stadt ein Grundstück gepachtet mit "herausragend gutem Boden, auf dem sich gut Pflanzen lässt", wie Stiftungsvertreterin Veronika Winter-Thömmes am Rande des wuchernden Feldes bei bestem Spätsommer-Wetter erklärt. Im November letzten Jahres hatten VW-Azubis in einer ersten Projektphase 2.000 Bäume auf dem Grund gepflanzt. Im zweiten Jahr der Kooperation steht die Pflege der bislang etwa einen Meter hohen Eichen, Linden und Buchen im Vordergrund, die zwischen Sträuchern und "Begleitvegetation" – im Volksmund Unkraut - gedeihen.

Finanziell gefördert wird das Projekt im Rahmen der Naturschutzwoche der Norddeutschen Naturschutzakademie durch die Bingo Stiftung. Andere VW-Standorte haben sich vom Projekt inspirieren lassen. Braunschweig und Emden planen ähnliche Projekte ab 2018.

Das Waldstück ist öffentlich zugänglich. Bürger sind eingeladen, den Bäumen beim Wachsen zu zu sehen.