Salzgitter 

Tod eines Fünfjährigen: Obduktionsergebnis belastet Ärztin

Diyar wurde nur fünf Jahre alt.
Diyar wurde nur fünf Jahre alt.
Foto: privat

Salzgitter/Braunschweig. Der Mitte November gestorbene fünfjährige Junge aus Gebhardshagen hat an einer akuten Bauchfell-Entzündung gelitten; dies sei die Todesursache gewesen. Das sagte Sascha Rüegg, Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig, am Mittwochmittag gegenüber news38.de nach Vorlage des Obduktionsberichtes.

Damit verdichten sich die Hinweise auf einen Behandlungsfehler im Klinikum Salzgitter: Der Vater war einige Stunden vor dem Tod mit seinem unter starken Bauchschmerzen leidenden Sohn in der Notaufnahme des Helios-Klinikums gewesen. Dort sei er "von einer erfahrenen Assistenzärztin gründlich körperlich untersucht und behandelt worden", hatte Klinik-Sprecherin Sabina Korkmaz auf Nachfrage von news38.de am 22. November betont.

Nun allerdings richten sich die Augen der Ermittler auf eben jene Ärztin: Es müsse noch geklärt werden, ob gegen sie ein "Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes auf fahrlässige Tötung eingeleitet wird", sagte Rüegg. Es gebe jedoch "Anhaltspunkte" auf einen ärztlichen Fehler.

Seinen Worten zufolge wird die Staatsanwaltschaft nun einen externen Gutachter einschalten. Außerdem gebe es Zeugenvernehmungen.

Ärztin freigestellt

Die Klinik reagierte "tief betroffen" auf den Bericht der Rechtsmedizin, wie Sprecherin Sabina Korkmaz betonte. Man arbeite mit den Behörden "auch weiterhin vollumfänglich" zusammen.

Die behandelnde Ärztin sei seit der vergangenen Woche vom Dienst freigestellt. Klinikintern "befinden wir uns in der intensiven Aufarbeitung der Vorgänge, die sich in der betreffenden Nacht zugetragen haben", betonte sie

Salzgitter 

IG Metall: Mit Grabsteinen gegen Jugend-Arbeitslosigkeit

Jan Laging von der IG Metall hat die Nacht-und-Nebel-Aktion geplant.
Jan Laging von der IG Metall hat die Nacht-und-Nebel-Aktion geplant.
Foto: Rudolf Karliczek
Mehr lesen