Salzgitter 

Schulkasse geleert: Heftige Vorwürfe gegen Ex-Leiter

Heftige Vorwürfe gegen den suspendierten Leiter der Hauptschule Klunkau.
Heftige Vorwürfe gegen den suspendierten Leiter der Hauptschule Klunkau.
Foto: Rudolf Karliczek
  • Leiter der Hauptschule Lebenstedt suspendiert.
  • Staatsanwaltschaft wirft ihm 326 Fälle von Untreue vor.
  • Es geht um 170.000 Euro.

Salzgitter. Der ehemalige Leiter der Hauptschule "An der Klunkau" in Lebenstedt soll 170.000 Euro aus der Schulkasse abgezweigt haben. "Es wurde Anklage beim Landgericht Braunschweig erhoben", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag, 22. Dezember.

Über die Vorwürfe gegen den Mann wegen Untreue in 326 Fällen, Betrug, Urkundenfälschung und Missbrauch seiner Stellung hatte zunächst die "Salzgitter Zeitung" berichtet.

Aufs Konto der Frau

Zwischen 2013 und 2016 soll das Geld auf das Konto der Frau des früheren Schulleiters geflossen sein. Sie ist in 254 der 326 der Beihilfe angeklagt. Unter anderem sollen 10.000 Euro vom Konto des Fördervereins der Schule stammen. Laut Staatsanwaltschaft wurden auch Kostenanträge auf Klassenfahrten gestellt, die so nie stattgefunden haben.

Heimkino statt Klassenraum

Außerdem wird dem Mann vorgeworfen, eine Lautsprecher-Anlage und einen Fernseher im Namen der Schule bestellt, diese aber in seinem Haus genutzt zu haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat der Beschuldigte 50.000 Euro zurücküberwiesen, sich bisher aber nicht zu den Vorwürfen geäußert.