Salzgitter 

Es war Mord: Messerstecher zu 10 Jahren Haft verurteilt

Richter Ralf-Michael Polomski hat so einen sinnlosen Mord noch nicht erlebt.
Richter Ralf-Michael Polomski hat so einen sinnlosen Mord noch nicht erlebt.
Foto: Julia Gresförder
  • Ein Mann wird nach einem Kneipenstreit niedergestochen
  • Er stirbt wenige Tage nach der OP im Krankenhaus
  • Heute wurde der Täter zu zehn Jahren Haft verurteilt

Salzgitter. Das Landgericht Braunschweig hat den 56 Jahre alten Messerstecher aus Salzgitter des Mordes schuldig gesprochen und zu einer Haftstrafe von zehn Jahren verurteilt. Wie die Salzgitter Zeitung (exklusiv für Abonnenten) berichtet, ist sich das Gericht sicher, dass der Angeklagte am Vatertag nach einem Kneipenstreit auf einen 30 Jahre alten Mann eingestochen hat.

Kurz zuvor war der betrunkene Täter von seinem Opfer aufgefordert worden, die Bar zu verlassen. Wenig später kehrte er zurück und hat den Mann hinterrücks mit einem Messer niedergestochen. Der 30-Jährige wurde von drei Stichen stark an Milz und Zwerchfell verletzt. Wenige Tag nach der Notoperation starb er - allerdings an einer Lungenembolie. Gegen die behandelnden Krankenschwestern läuft bereits ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung - sie sollen mehrfach die Thrombose-Spritzen vergessen haben.

Nichtsdestotrotz habe der Messerstecher gewusst, dass seine Attacke tödlich enden kann. "Einen sinnloseren Mord als den in der Kneipe von Gebhardshagen habe ich bisher nicht erlebt", so Richter Ralf-Michael Polomski.

Fazit

Ein 56-Jähriger wurde heute wegen Mordes verurteilt, weil er nach einem Kneipenstreit einen 30 Jahre alten Mann hinterrücks mit drei Messerstichen in den Rücken niedergestochen hat. Der Mann starb später zwar an einer Lungenembolie, jedoch hielt das Gericht den Täter dennoch des Mordes schuldig, weil er den möglichen Tod seines Opfers in Kauf genommen hat.

Salzgitter 

Kreuzungscrash: Sechs Verletzte in Salder

Die Unfallstelle auf der Kreuzung in Salder.
Die Unfallstelle auf der Kreuzung in Salder.
Foto: Rudolf Karliczek
Mehr lesen