Salzgitter 

Salzgitter: Stadt will Schweine zum Abschuss freigeben

Für Wildschweine sind harte Zeiten angebrochen. Flächendeckend sind Jäger aufgerufen, den Bestand massiv zu reduzieren - aus Angst vor der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (Symbolbild).
Für Wildschweine sind harte Zeiten angebrochen. Flächendeckend sind Jäger aufgerufen, den Bestand massiv zu reduzieren - aus Angst vor der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (Symbolbild).
Foto: Jens Büttner/dpa

Salzgitter. Für Wildschweine ist künftig wohl auch der Aufenthalt auf dem Gebiet der Stadt Salzgitter lebensgefährlich: Stimmt der Rat bei seiner Sitzung am 13. März einer Verwaltungsvorlage zu, gibt es für die Schwarzkittel keine Schonzeit mehr; die Ausschüsse für Öffentliche Ordnung sowie Umwelt- und Klimaschutz haben sich mit dem Thema bereits befasst.

Hintergrund ist die Furcht vor einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest, die das Schwarzwild auf Hausschweine übertragen kann.

Im Bereich der Stadt Salzgitter werden nach Kenntnis der Verwaltung derzeit rund 2.650 Hausschweine gehalten - das ist zwar praktisch nichts im Vergleich zum landesweiten Schweinebestand von etwa acht Millionen Tieren. Doch sollte bei den wenigen Schweinen aus Salzgitter die gefürchtete Viruserkrankung ausbrechen, könnte sich dies auf die gesamte niedersächsische Fleischbranche auswirken.

Bereits Vergangenheit ist die Wildschwein-Schonzeit in Wolfsburg: Dort sind Keiler und Bachen bereits seit dem 1. Februar zum Abschuss freigegeben. Nur Muttertiere mit Frischlingen dürfen nach wie vor nicht erlegt werden.

Für ihre Kleinen hingegen gibt es keinen Schutz: Sie können ganzjährig geschossen werden.