Salzgitter 

Warnstreik bei Avacon: "Wir können noch einen drauflegen"

Die Mitarbeiter des Strom- und Gasnetzbetreibers Avacon streiken für mehr Gehalt.
Die Mitarbeiter des Strom- und Gasnetzbetreibers Avacon streiken für mehr Gehalt.
Foto: Rudolf Karliczek

Lebenstedt. Beim ganztägigen Warnstreik des Strom- und Gasnetzbetreiber Avacon am Dienstag, 20. Februar, in Salzgitter haben die rund 500 Streikenden eine Lohnerhöhung von sechs Prozent gefordert. Außerdem sollen die Auszubildenden 175 Euro mehr erhalten und auf eine unbefristete Übernahme zählen können. Zum Streik hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di aufgerufen.

"Sollten die Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde den Forderungen nicht nachgeben oder diesen zumindest entgegen kommen, dann legen wir noch einen drauf", erklärt Melina Wulf,. "Jetzt sind wir nur in der Warnstreikphase womit wir zeigen, dass wir unsere Forderungen ernst meinen. Aber natürlich könnten wir auch in einen unbefristeten Streik gehen."

Arbeitnehmer enttäuscht

"Nur 2,1 Prozent für 18 Monate wurde uns in der zweiten Verhandlungsrunde angeboten - aufs Jahr umgerechnet liegt das unter der Inflationsrate und das, obwohl das Unternehmen gut dasteht: Die Trendwende ist erreicht, der Schuldenabbau ist gemeistert. Das ist für die Kollegen ein Schlag ins Gesicht," führte Wulf weiter aus. "Wir hoffen das heute ein ganz starkes Signal von Salzgitter ausgeht, sodass sich bei der Arbeitgeber-Seite was bewegt."

Unterstützt wurden die Arbeitnehmervertreter durch weiter Beschäftigte unter anderem aus den Standorten Helmstedt und Schöningen. Parallel zum Warnstreik in Salzgitter gab es eine große Streikaktion in Hannover und bereits am Montag hatten 200 Betroffene in Oldenburg gestreikt.

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