Salzgitter 

Kein Angebot, kein öffentlicher Dienst: Mitarbeiter auf der Straße

Rund 500 Beschäftigte wurden am Mittwoch erwartet.
Rund 500 Beschäftigte wurden am Mittwoch erwartet.
Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. Nachdem die erste Verhandlungsrunde für die Tarife im öffentlichen Dienst ohne Ergebnis ausgegangen sind, hat die Gewerkschaft Ver.di gemeinsam mit der Komba am Mittwochvormittag erneut zum Streik aufgerufen. Laut Melina Wulf, Gewerkschaftssekretärin bei Ver.di, habe die Arbeitgeberseite kein Angebot vorgelegt. "Und schlimmer noch: Viele unserer Forderungen wurden als unrealistisch und nicht gerechtfertigt tituliert."

Jetzt hoffen die Gewerkschaftsvertreter durch die Streiks Bewegung in die Sache zu bringen. In der kommenden Woche startet dann die nächste Verhandlungsrunde. Sollte sich auch dann nichts tun, wolle man von Seiten der Gewerkschaft zu weiteren Streiks aufrufen: "Wir haben nur dieses eine Mittel, um unsere Forderungen als Gewerkschaft durchzusetzten. Das ist nun mal der Streik", so Wulf weiter.

Verwaltungen dicht

Für die Bevölkerung bedeutet das, dass es dann wieder zu Einschränkungen kommen wird. "Auch die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes müssen die wirtschaftliche Lage im Portemonnaie spüren müssen", so Mario Römer, Versammlungsleiter und Vertreter der Gewerkschaft Komba.

Bund, Kommunen und Länder haben so viele Steuereinnahmen wie schon lange nicht mehr. An diesen sollen laut Ansicht der Gewerkschaften die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes beteiligt werden.

Streiks auch in Braunschweig?

Nicht nur in Salzgitter seien, sollten die Verhandlungen ohne Ergebnis bleiben, weitere Streiks geplant. Auch in Braunschweig solle bereits eine Veranstaltung vorbereitet werden. Nach wie vor fordern die Gewerkschafter sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro für jeden Mitarbeiter im öffentlichen Dienst.

Rund 500 Streikende hatten am Vormittag die Arbeit niedergelegt. Zu den ganztägigen Arbeitsneiderlegungen waren alle Beschäftigten der Kommunen und der kommunalen Gesellschaften in Peine und Salzgitter aufgerufen. Insgesamt waren rund 1.800 Teilnehmer bei der Kundgebung dabei.