Salzgitter 

Salzgitter-Chef: Strafzölle sind Bedrohung für Stahlbranche

Jörg Fuhrmann hofft, dass die EU-Kommission rechtzeitig Maßnahmen ergreift (Symbolbild).
Jörg Fuhrmann hofft, dass die EU-Kommission rechtzeitig Maßnahmen ergreift (Symbolbild).
Foto: Lukas Schulze

Salzgitter. In den angekündigten US-Strafzöllen auf Stahlimporte sieht der Chef der Salzgitter AG, Jörg Fuhrmann, eine echte Bedrohung für die Branche. Wenn der Stahl, der zukünftig nicht mehr in die USA exportiert werden könne, in den EU-Markt gedrückt würde, könne es sehr gefährlich werden, sagte Fuhrmann am Freitag in Salzgitter.

"Aber ich gehe davon aus, dass die EU-Kommission genau das erkannt hat und rechtzeitig Maßnahmen ergreifen wird, die auch wirken", sagte der Vorstand von Deutschlands zweitgrößtem Stahlhersteller.

Gesteigerte Dividende

An dem besten Konzernergebnis seit 2008 will das Unternehmen seine Aktionäre mit einer deutlich gesteigerten Dividende beteiligen. Fuhrmann und Finanzvorstand Burkhard Becker schlugen am Freitag eine um satte 50 Prozent gesteigerte Ausschüttung von 0,45 Cent pro Aktie vor.

Größter Profiteur wäre das Land Niedersachsen, das mit gut einem Viertel größter Aktionär bei dem Stahlhersteller ist. Dem Plan muss die Hauptversammlung Ende Mai noch zustimmen. Die Salzgitter AG beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 25.000 Mitarbeiter.