Salzgitter 

Nach deftiger Kritik: So verteidigen Street Foodies ihre Preise

Nick und Leonie haben sich für einen Bacon-Chesse Burger von Burger Brasserie entschieden: "Das Brötchen ist super knusprig!"
Nick und Leonie haben sich für einen Bacon-Chesse Burger von Burger Brasserie entschieden: "Das Brötchen ist super knusprig!"
Foto: Brigitte Vetter

Salzgitter. Wer am vergangenen Sonntag durch Lebenstedt gelaufen ist, der ist ziemlich sicher an einem Stand stehen geblieben und konnte den süßen Düften der "Bubble Waffles" oder den herben Düften des "Bacon Cheese Burgers" nicht widerstehen. Bei manchen Gästen aber blieb ein fahler Beigeschmack - was beileibe nicht am Essen lag.

Muss das so teuer sein?

Das "Street Food Open Air" in Salzgitter wurde gut besucht. Doch neben der facettenreichen Auswahl, haben sich news38.de-User über Facebook kritisch geäußert. Wir sind der Sache nachgegangen und haben die Standbetreiber gefragt.

Das sagen die Gäste

"Ganz schön heftige Preise: Ein Schweinefleisch Spieß für 8 Euro oder Mini Pancakes mit drei Erdbeeren für 6,50 Euro. Sind die Standgebühren so hoch, dass man solche Preise nehmen muss?", so news38-User Daniel bei Facebook.

Auch Flo äußert sich zu den Preisen auf dem Street Food Open Air: "Die Preise sind heutzutage allgemein überall so teuer. Jeder will was vom Kuchen haben, und das verstehe ich ja auch, aber irgendwo ist mal gut finde ich. Dann wundert man sich, wieso das Event oder die Zuschauer nicht so da waren, wenn alles teurer geworden ist. Ich bin gegen Wucherpreise, deswegen spiele ich das Spiel nicht mit. Ab und zu sollte man sich mal was gönnen."

Mehr als nur teuer

Die Preise seien im Vergleich zum vergangenen Jahr relativ konstant. "Natürlich steigen auch bei uns, so wie in anderen Branchen, die Allgemeinkosten", so Geschäftsführer Lukas Bock der Burger Brasserie, die auch einen Stand auf dem Street Food Festival hatten.

"Beim Street Food geht es um leckeres, frisches Essen und gute Qualität und das hat natürlich seinen Preis. Neben der Ware kommen Kosten wie Standmiete, Personal, Verkaufsfahrzeug, Steuern, Lager und Büro-Mieten hinzu. Ich denke aber, dass wir Street Foodies gute Qualität zu ordentlichen Preisen abliefern", antwortet Bock auf die Frage, welche Faktoren das Preisleistungsverhältnis beeinflussen.

Lukas Bock ist sich sicher: "Die Street Foodies wollen nicht nur ihr Essen verkaufen, sondern auch eine Message an die Leute bringen. Natürlich gibt es einige Gäste, die über die Preise meckern. Aber fast alle Kunden, die dann bei uns gegessen haben verstehen unsere Preisgestaltung und sind damit auch super zufrieden. Schade ist es, wenn Leute über Preise meckern und dann beispielsweise in sozialen Netzwerken kritisieren, uns aber auf dem Event nicht persönlich ansprechen und fragen wie denn die Preise zu Stande kommen."

Der Burgerpattie

"Für unsere Burger verwenden wir ausschließlich 100 Prozent Dry-Aged Rindfleisch aus deutscher Schlachtung. Das Rindfleisch wird sechs Wochen trocken gereift und dann zu Burger Patties verarbeitet. Alleine das 180 Gramm Pattie was wir verwenden, kostet bei unserem Händler für Endkunden 3,94 Euro. Dazu kommen noch Brötchen, Saucen, Salat und Toppings wie Bacon,Cheddar Cheese oder Ziegenkäse und Chutney. Der Burger kostet bei uns im Verkauf 8,50 Euro", nach Lukas Bock ist das ein annehmbarer Preis für guten Genuss, ohne sich die Frage zu stellen woher das Fleisch überhaupt kommt.

Hier gibt es mehr Informationen zu den verschiedenen Pattys.

So hat's Euch am Sonntag geschmeckt