Salzgitter 

Fusion: Maschinenbauer aus Salzgitter übernimmt BMA

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  • Unternehmen wollen bis Ende Juni fusionieren.
  • Standorte Salzgitter und Braunschweig bleiben.
  • Mehr Flexibilität auf Auslandsmärkten erhofft.

Braunschweig/Salzgitter. Die Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG (BMA) und die Salzgitter Maschinenbau AG (SMAG) planen den Zusammenschluss. Bis Ende Juni soll durch die Fusion das "größte Maschinenbau-Unternehmen der Region" entstehen, zitiert die Braunschweiger Zeitung den geschäftsführenden BMA-Gesellschafter Rolf Mayer und SMAG-Vorstandschef Sebastian Brandes; letzterer sitzt bereits im BMA-Aufsichtsrat. Mayer will demnach seine BMA-Anteile abgeben.

Beide versicherten, dass die Unternehmensstandorte Braunschweig und Salzgitter-Bad erhalten bleiben sollen und kein Stellenabbau geplant sei; außerdem bleibe BMA eine eigenständige Division innerhalb der SMAG.

Von dem Zusammenschluss versprechen sich die beiden Manager jedoch größere Flexibilität, besonders im Auslandsgeschäft.

2.100 Mitarbeiter

Nach Unternehmensangaben entsteht durch den Zusammenschluss ein kleiner Konzern mit rund 2.100 Mitarbeitern, einem Gesamtumsatz von rund 300 Millionen Euro sowie weltweit 22 Standorten; in Braunschweig und Salzgitter arbeiten etwa 1.030 Arbeitnehmer, darunter 60 Azubis.

Die BMA mit derzeit 800 Beschäftigten gehört zu den führenden Maschinenbauern für die Zuckerindustrie, die SMAG produziert vor allem Greifer für Schüttgut- und Schrottumschlag sowie Bohrgeräte.

Für Aufsehen hatte die SMAG Ende 2016 gesorgt, als erst im letzten Moment betriebsbedingte Kündigungen durch Kurzarbeit und Frühverrentung älterer Mitarbeiter vermieden werden konnten