Salzgitter 

Salzgitter: Neue Hilfen gegen Internet- und Spielsucht

Das neue Projekt in Salzgitter wendet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die ihr Spiel- und Internetverhalten nicht mehr unter Kontrolle haben (Symbolbild).
Das neue Projekt in Salzgitter wendet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die ihr Spiel- und Internetverhalten nicht mehr unter Kontrolle haben (Symbolbild).
Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Salzgitter. Die "Salto Suchthilfe Salzgitter" startet am Montag in einer Woche, 16. April, ein neues Projekt gegen exzessiven Medienkonsum. Der Titel "reset!" Das kündigt die Einrichtung an und verweist darauf, dass laut aktuellen Schätzungen in Niedersachsen rund 50.000 Menschen internetabhängig sind.

Bei dem Projekt geht es darum, suchthafte PC-, Internet- und Smartphone-Nutzung gemeinsam mit den Betroffenen zu erkennen, zu analysieren und nach Möglichkeiten zur Therapie zu suchen. Diese könne ambulant, in schwereren Fällen aber auch stationär erfolgen.

Das können Suchtfolgen sein

Kritisch sei das Medienverhalten dann, wenn der Konsum zur Vernachlässigung von Schule beziehungsweise Beruf führe, körperliche beziehungsweise psychische Beschwerden nach sich ziehe und vielleicht bereits zu schweren familiären Konflikten geführt habe. So beschreibt die Suchthilfe die Auswirkungen von exzessivem Spielen oder Surfen.

Beratungen in Lebenstedt und Bad

Das Beratungsangebot richtet sich an Jugendliche und Erwachsene, aber auch an Angehörige beziehungsweise Bezugspersonen wie Lehrer. Dabei bietet die Suchthilfe Beratungen sowohl in Lebenstedt (Berliner Straße 78) als auch in Bad (Friedrich-Ebert-Straße 57) an.

Unterstützt und koordiniert wird das neue Projekt von der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen; auch die Medizinische Hochschule Hannover ist eingebunden.

Kontakt zur "Salto Suchthilfe Salzgitter" ist unter Telefon 05341/1885975 (Marvin Pittner) möglich. Alle weiteren Informationen gibt's hier.