Salzgitter 

Kriminelle Jugendliche: Salzgitter ist unter den Top Ten

Symbolbild
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Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Salzgitter. Straffällige Kinder und Jugendliche gibt es überall, aber die Salzgitteraner sind unter den Top Ten im Landesvergleich - die Polizei Salzgitter hat am Donnerstag die Jugend-Kriminalstatistik vorgestellt.

"Die allgemeine Kriminalstatistik war ja sehr erfreulich, aber bei den Jugendlichen sieht das anders aus. Im landesweiten Ranking sind die Kinder auf Platz sechs und die Jugendlichen auf Platz sieben", so Kommissariatsleiter Andreas Twardowski.

Weniger Täter - mehr Straftaten

Grundsätzlich sei die Anzahl an minderjährigen Tatverdächtigen gesunken, die Anzahl der Taten sei allerdings um 21 Prozent gestiegen, sagte Twardowski. Im vergangenen Jahr konnten 434 Fälle Kinder und Jugendlichen zugeordnet werden - im Vorjahr waren es 77 Taten weniger.

Und die jungen Flüchtlinge?

Ähnlich verhält es sich bei straffälligen Flüchtlingen: Zwar hat die Polizei zuletzt weniger minderjährige Geflüchtete als Straftäter registriert, aber bei einem Bevölkerungsanteil von knapp zehn Prozent, stellen Flüchtlinge laut Statistik doppelt bis dreimal so häufig etwas an als Deutsche im gleichen Alter.

Hot-Spots in Salzgitter

Laut den Zahlen waren Minderjährige im vergangenen Jahr besonders als Diebe aktiv - auch Körperverletzungen gab es viele. Hot-Spots der Gewalt sind weiterhin der Stadtpark und der Bahnhof, der Eingang zum City-Carree und die Skater-Anlage am Rathaus. "Die Jugendlichen treffen sich dort, um sich ohne Aufsicht bewegen zu können. Danach kommt es dort oft zu Auseinandersetzungen", so Twardowski.

Das macht die Polizei gegen die Kriminalität

Um der Kriminalität entgegenzuwirken, setzt die Polizei auf Prävention: Beispielsweise klären Beamte an Schulen über Mediensicherheit auf und sensibilisieren Kinder darauf, was Gewalt ist. "Cybermobbing ist bereits psychische Gewalt und somit eine Straftat", erklärt Twardowski.

Außerdem sollen Flüchtlinge weiterhin integriert werden - dafür sind fünf Polizisten eingesetzt, die als Ansprechpartner für sie zur Verfügung stehen.