Salzgitter 

Amphibien-Retter: Feuerwehr und THW füllen leere Teiche

Knapp 300 Meter Schlauchleitungen verlegten die Einsatzkräfte des THW.
Knapp 300 Meter Schlauchleitungen verlegten die Einsatzkräfte des THW.
Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. Dürre und Hitze haben in Salzgitter zu einem ungewöhnlichen Hilfseinsatz geführt: Auf Bitten des Umweltamtes hat das Technische Hilfswerk in Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr am Mittwochabend die teilweise schon ausgetrockneten Teiche bei Altenhagen wieder etwas aufgefüllt. Vor allem Amphibien und Reptilien habe die Aktion gegolten, berichtet Feuerwehr-Einsatzleiter Guntram Vollmer, "wir wollen sie vor den Folgen der großen Hitze bewahren".

So trocken wie seit 30 Jahren nicht

Wie außergewöhnlich die Situation aktuell ist, hat nicht nur das Umweltamt betont: Der Teichbetreiber hatte Vollmer berichtet, dass der Wasserstand seit 30 Jahren nicht mehr so niedrig war wie jetzt.

Innerhalb von fünf Stunden wollten die Einsatzkräfte den Wasserspiegel um fünf Zentimeter anheben. "Aber das werden wir nicht schaffen", hatte sich THW-Zugführer Daniel Michalski schon während der bis Mitternacht dauernden Aktion skeptisch gezeigt. "Wir planen weitere Aktionen."

Dabei haben er und seine 12 Kameraden Hochleistungspumpen eingesetzt, die immerhin 5.200 Liter je Minute fördern können. Das Wasser stammt aus einem wenige hundert Meter entfernten aufgelassenen Tagebau. Von dort aus leiteten sie das kostbare Nass in den komplett ausgetrockneten Oelber Bach, der wiederum die Teiche speist.