Salzgitter 

"Schutzzone Salzgitter" – Wirbel um Klebe-Aktion

Foto: privat
  • "Schutzzone Salzgitter" beklebt Laternen.
  • Diskussion bei Twitter entbrennt.
  • Polizei: "Es wird keine Schutzzonen geben".

Salzgitter. Die selbsternannte "Schutzzone Salzgitter" macht klebrige Werbung – und ruft damit auch die Polizei auf den Plan. Bei Twitter sind Fotos aus dem Stadtpark aufgetaucht. Die Twitter-Userin schrieb dazu, sie fühle sich bei dem Gedanken sehr unwohl, dass ihr im Park eine 'Bürgerwehr' begegnen könnte.

Die Polizei Salzgitter will die Aufkleber schnellstmöglich entfernen lassen und erwägt, eine Anzeige zu erstatten. In einem Tweet eines anderen Nutzers war von einem "Bürgerkrieg" die Rede. Und davon, dass man in manche "No-Go-Areas auch bewaffnet alleine nicht mehr gehen sollte".

Keine Waffen-Hinweise

Dieser Tweet wiederum sorgte für Aufregung und Missverständnisse, weshalb die Polizei auch hierzu Stellung nahm. Man habe keinerlei Hinweise, dass die Gruppe in irgendeiner Form bewaffnet sei, heißt es. "Bitte seien Sie sich sicher, dass wir im Falle von Rechtsverstößen konsequent einschreiten und Ermittlungsverfahren einleiten würden."

Gleichzeitig bittet die Polizei darum, dass beim Auftreten von "Bürgerwehren" immer die Polizei alarmiert wird. Es werde in Salzgitter keine "Schutzzonen" geben:

Die "Schutzzone Salzgitter" hatte zum ersten Mal beim Cityfest Salzgitter Aufsehen erregt. Die Mitglieder der rechten Gruppe glauben, dass der Staat allein nicht mehr für Sicherheit sorgen kann – unter anderem wegen der vermeintlichen Zunahme von Gewaltkriminalität und der vermeintlichen Dominanz von Fremden.

Die Grünen-Abgeordnete Julia Hamburg hatte zuletzt eine kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Unter anderem möchte die 32-Jährige wissen, was die Regierung alles über die Gruppierung weiß – vor allem auch mit Blick auf deren Ableger und Vernetzung.