Salzgitter 

Eltern machen mobil: Lauf für Verkehrssicherheit

Im August vergangenen Jahres hatte ein Schulbus beim Abbiegen ein damals neunjähriges Mädchen erfasst und getötet (Archivfoto).
Im August vergangenen Jahres hatte ein Schulbus beim Abbiegen ein damals neunjähriges Mädchen erfasst und getötet (Archivfoto).
Foto: Siegfried Denzel

Salzgitter. Mit einem Demo-Lauf am Freitag, 5. Oktober, will die Aktion "Helfende Elfen" ein Zeichen setzen: Stadt und Polizei sollen Kindern in Lebenstedt mehr Sicherheit im Verkehr geben.

Hintergrund ist der Unfalltod eines damals neunjährigen Mädchens, das im August 2017 an der Ecke Bruchmachtersentraße/Kattowitzer Straße auf dem Schulweg von einem Bus erfasst und getötet worden ist. So soll der Lauf an der Unfallstelle beginnen und etwa 1,5 Kilometer weit bis zur Joachim-Campe-Straße, dem Sitz der Stadtverwaltung, führen.

"Nichts geändert"

Denn trotz Online-Petition, Mahnwachen, Worten der Betroffenheit von Mitgliedern des Rates und der Verwaltung: Es habe sich sich nichts geändert an zum Teil gefährlichen Verkehrsführungen, beklagt die Elterninitiative. So hatten am Tag des schrecklichen Unfalls gleich zwei Beteiligte Grün: das Mädchen auf dem Fußgänger-Überweg in der Bruchmachtersenstraße - und der Busfahrer, der von der Kattowitzer nach rechts in die Bruchmachtersenstraße abbog.

Wegen fahrlässiger Tötung war im Mai gegen den Busfahrer ein Strafbefehl ergangen: Sechs Monate Haft auf Bewährung und eine Zahlung von 3.000 Euro an die Mutter des Kindes - damit ahndete die Justiz den Unfall.

Einladung an den OB

Aus Sicht der "Helfenden Elfen" ist das aber nicht ausreichend: "Wir wollen erreichen, dass endlich etwas passiert für Kinder und Fußgänger in Salzgitter", heißt es in dem Aufruf auf der Facebook-Seite der Initiative. Beginn des Demo-Laufs ist um 15 Uhr, die Aktion soll bis gegen 18 Uhr dauern. Man wolle auch Oberbürgermeister Frank Klingebiel (CDU) einladen, kündigte ein Vertreter der "Helfenden Elfen" gegenüber news38.de an.