Salzgitter 

Wasserstoff-Zug aus Salzgitter: Erstmals im Linienverkehr

Der "Coradia"-Brenstoffzellenzug auf dem Alstom-Werksgelände in Salzgitter: Im März 2017 hatte er seine Probefahrt bestanden (Archivfoto).
Der "Coradia"-Brenstoffzellenzug auf dem Alstom-Werksgelände in Salzgitter: Im März 2017 hatte er seine Probefahrt bestanden (Archivfoto).
Foto: dpa

Bremervörde/Salzgitter. Ein im Alstom-Werk Salzgitter hergestellter Brennstoffzellen-Zug wird am frühen Nachmittag im Bahnhof Bremervörde erwartet. Damit beginnt möglicherweise ein neues Eisenbahn-Zeitalter: Noch nie zuvor war dort ein Wasserstoff-Brennstoffzellen-Zug unterwegs.

Dementsprechend hochrangig sind die Fahrgäste. Neben Niedersachsens Vize-Ministerpräsident und Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) ist auch Alstom-Präsident Henri Poupart-Lafarge an Bord.

Ersatz für den Diesel?

Von Montag an sollen zwei der Züge Fahrgäste auf der knapp 100 Kilometer langen Strecke zwischen den Städten Cuxhaven, Bremerhaven, Bremervörde und Buxtehude im regulären Linienverkehr befördern und langfristig den Diesel als Antriebsmittel auf den Schienen ersetzen. Betrieben werden sie von der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser im Auftrag der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG).

Ab 2021 sollen 14 dieser Züge auf der Strecke unterwegs sein. Das Verkehrsministerium in Hannover fördert die Anschaffung mit rund 81,3 Millionen Euro.

Die Züge des in Salzgitter gebauten Typs "Coradia Lint" produzieren zumindest im direkten Betrieb außer Wasserdampf keine weiteren Emissionen.