Salzgitter 

Fest der Demokratie: Gegenwind für NPD in Salzgitter

Die IG Metall pfeift auf Nazis. Auch am 6. Oktober (Archivbild).
Die IG Metall pfeift auf Nazis. Auch am 6. Oktober (Archivbild).
Foto: Christopher Kulling

Salzgitter. Kaum hat das Verwaltungsgericht die NPD-Demo in Lebenstedt genehmigt, kommt auch schon Gegenwind. Das Bündnis "Salzgitter passt auf" feiert am 6. Oktober unter dem Motto: "Wir sind mehr – Hier ist kein Platz für Hetze und rechte Gewalt" am Stadtmonument ab 11 Uhr ein Fest der Demokratie.

Kultur und Musik

Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Frank Klingebiel (parteilos) beteiligen sich mehr als 20 unterschiedliche Organisationen am Bündnis. "Wir wollen dem angekündigten Aufmarsch von Neonazis mit demokratischen Mitteln gegenhalten", so Wolfgang Räschke von der IG Metall.

Neben unterschiedlichen Reden soll die Kultur im Mittelpunkt stehen. Fünf Bands haben schon zugesagt. Neben den lokalen Bands Rakker, Verrückte Kerle, Mind Erosion und Black Sea Entertainment wird auch der Liedermacher Thore Wittenberg aus Osnabrück mit dabei sein.

Die Aktion solle ein klares Statement gegen rechte Gewalt werden, denn es sei die Aufgabe aller Demokraten, Farbe gegen ihre menschenverachtende Propaganda zu bekennen und Gesicht zu zeigen.

Absolut gewaltfrei

Das Bündnis will sich am kommenden Dienstag treffen, um Details zu besprechen. Es müsse auch allen klar sein, dass es sich bei dem Fest der Demokratie um eine gewaltfreie Aktion handelt, an der auch Familien mit Kindern unbesorgt teilnehmen können.

Rechter Brennpunkt

Das Bündnis sei notwendig geworden, weil Salzgitter seit vergangenem Jahr immer mehr zum Brennpunkt rechtsextremer Aktivitäten werde. "Es ist leider vermehrt festzustellen, dass sowohl die AfD, als auch die NPD versuchen, Aktionen im gesamten Stadtgebiet durchzuführen und dabei mobilisieren sie gegen die Grundwerte unserer Verfassung und sie stellen das gesamte demokratische Zusammenleben in unserer Stadt in Frage", heißt es.