Salzgitter 

Kampf gegen Schwarzarbeit: WF vertraut SZ

Selbstständige Handwerker müssen sich nun auch im Landkreis Wolfenbüttel auf Kontrollen durch die Stadtverwaltung Salzgitter einstellen (Symbolfoto).
Selbstständige Handwerker müssen sich nun auch im Landkreis Wolfenbüttel auf Kontrollen durch die Stadtverwaltung Salzgitter einstellen (Symbolfoto).
Foto: Jens Kalaene / dpa
  • Salzgitter bekämpft Schwarzarbeit im Kreis Wolfenbüttel.
  • Erste Bilanz: 21 Fälle seit Juni aufgedeckt.
  • 37.000 Euro Bußgelder verhängt.

Salzgitter/Wolfenbüttel. Die Stadt Salzgitter und der Landkreis Wolfenbüttel machen gemeinsame Sache - zumindest bei der Bekämpfung der Schwarzarbeit.

Ist Salzgitter schon seit dem Jahresanfang offiziell zuständig auch für die Kontrollen im Landkreis, so sei die Verwaltung nun "auch personell so aufgestellt, dass der Aufgabenbereich vollständig in Salzgitter bearbeitet werden kann". Das teilte die Stadt am Donnerstag mit.

Aufgabenteilung mit dem Zoll

Vertreter beider Kommunen stellten das gemeinsame Vorgehen heute der Kreishandwerkerschaft, Beamten der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel sowie Vertretern der Städte und Gemeinden im Landkreis vor. Während der Zoll Braunschweig nämlich für die Kontrolle nicht selbstständiger Mitarbeiter zuständig sei, falle das Überprüfen von Selbstständigen in die Zuständigkeit der Kommunen.

Schon 21 Fälle aufgedeckt

Und in dieser Hinsicht zog der Salzgitteraner Ordnungs-Fachdienstleiter Achim Zöfelt ein eindeutiges Zwischenfazit: Die Entscheidung Wolfenbüttels, mit Salzgitter zusammenzuarbeiten, sei richtig gewesen.

Allein seit Juni haben die Salzgitteraner Kontrolleure laut Zöfelt 21 Sünder erwischt - und zwar sowohl in der Wolfenbütteler Innenstadt als auch den Stadtteilen Fümmelse, Adersheim und Atzum. Außerdem wurden sie in Schladen, Hornburg, Seinstedt, Börßum, Baddeckenstedt und Groß Elbe fündig.

Diese Verstöße habe man bislang mit 37.000 Euro an Bußgeldern geahndet.

Wolfenbüttels Landrätin Christiana Steinbrügge (SPD) bezeichnete Salzgitter als "eine der in diesem Bereich seit Jahren erfahrensten Kommunen", weshalb sich der Landkreis für deren "fachlich spezialisiertes Team" entschieden habe.