Salzgitter 

VW-Azubis bei der Lebenshilfe: Neue Perspektiven entdeckt

Ahmed Sagir, Ozan Inci, Büsranur Gören und Daniel Grass bauen in der Lebenshilfe-Werkstatt an einem Insektenhotel.
Ahmed Sagir, Ozan Inci, Büsranur Gören und Daniel Grass bauen in der Lebenshilfe-Werkstatt an einem Insektenhotel.
Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. Eine Woche lang haben Azubis aus dem VW-Werk Salzgitter bei der Lebenshilfe angepackt, Behinderte betreut und völlig neue Erfahrungen gesammelt. Senay Inon beispielsweise zeigte sich überrascht, dass "Berührungsängste gar nicht notwendig sind. Die Behinderten möchten einfach genauso behandelt werden wie wir selbst".

Und ihr Kollege Ahmed Sagir meinte nach seiner Woche im Lebenshilfe-Kindergarten in Gebhardshagen sowie in einer Einrichtung für ältere Behinderte: "Ich werde versuchen, meine Erfahrungen weiterzugeben. Das ist das Mindeste, was ich tun kann."

Fotos vom Einsatz

"Großer Schritt"

Beeindruckt zeigte sich der junge VW-Werker vor allem davon, wie intensiv das Bemühen der Lebenshilfe ist, vor allem den Kindern den Start in ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. "Das ist ein großer Schritt, den wir als Gesellschaft gegangen sind." Und: "So etwas war in der Geschichte nicht selbstverständlich."

Behinderte bei VW?

Lebenshilfe-Vorsitzender Steffen Krollmann will die Kontakte zwischen seinem Verein und Volkswagen fortsetzen. Vielleicht sei es ja auch möglich, den Behinderten die Arbeit im VW-Werk zu zeigen, sagte er.