Salzgitter 

Fusion: BMA jetzt Teil der Salzgitter Maschinenbau AG

Die Salzgitter Maschinenbau AG (SMAG) in Salzgitter-Bad ist nun Mehrheitsgesellschafter der Braunschweigischen Maschinenbau AG (BMA).
Die Salzgitter Maschinenbau AG (SMAG) in Salzgitter-Bad ist nun Mehrheitsgesellschafter der Braunschweigischen Maschinenbau AG (BMA).
Foto: Elmschrat Coaching38/CC BY-SA 3.0
  • Konzern beschäftigt jetzt 2.000 Mitarbeiter.
  • Sprecherin: Kein Jobabbau geplant.
  • International noch mehr Stärke erhofft.

Salzgitter/Braunschweig. Im März angekündigt, nun offiziell vollzogen: Die Salzgitter Maschinenbau AG (SMAG) und die Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG (BMA) haben sich zusammengeschlossen. Die neue SMAG-Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben rund 2.000 Mitarbeiter weltweit und erzielt einen Umsatz von rund 300 Millionen Euro.

"Kein Stellenabbau"

Vertreter der BMA-Eigentümerfamilie Mayer und Aktionäre der SMAG haben die entsprechenden Verträge unterzeichnet, teilte SMAG-Sprecherin Beatrix Mischer am Dienstag mit. Gegenüber news38.de versicherte sie, dass nach der Fusion kein Stellenabbau geplant sei. Vielmehr ergänzten sich beide Unternehmen: Sie passten "hinsichtlich ihrer strategischen Ausrichtung und Geschäftskultur optimal zusammen".

Die in Salzgitter-Bad ansässige SMAG produziert vor allem Greifer für Schüttgut- und Schrottumschlag sowie Bohrgeräte; die BMA gilt als weltweit führender Anbieter von Anlagen zur Zuckerherstellung.

BMA bleibt

Übrigens sollen die Marken erhalten bleiben: BMA werde unter eigenständiger Führung zum neuen Geschäftsbereich "Verfahrenstechnik" in der SMAG-Gruppe, während die SMAG für die Bereiche "Lastaufnahmemittel" und "Sondermaschinenbau" zuständig sei.

Überkreuz-Beteiligung

Das neue Firmen-Konstrukt besteht übrigens aus einer Überkreuz-Beteiligung: So hält die SMAG nun die Anteils-Mehrheit an dem Braunschweiger Traditionsunternehmen; dessen bisheriger Vorstand und Gesellschafter Rolf Mayer sowie seine Familie übernehmen im Gegenzug SMAG-Aktien und werden zu einem "Anker-Aktionär".

SMAG-Vorstandschef Sebastian Brandes wiederum saß schon bisher im Aufsichtsrat der BMA. Aktueller Anlass für die Fusion sei aber der Wunsch von Rolf Mayer gewesen, sich aus dem Tagesgeschäft zurückzuziehen.

Das ist das Ziel

Ziel des Zusammenschlusses sei es, international noch stärker zu werden: Insgesamt 27 Auslandsstandorte unterhalten Salzgitteraner und Braunschweiger bisher schon - nun wollen sie die dafür bereits vorhandene Infrastruktur noch effizienter nutzen.