Salzgitter 

Salzgitter: NPD greift Parteibüros und Rathaus an

Beamte der Polizei sichern Spuren.
Beamte der Polizei sichern Spuren.
Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. "Das ist ein Anschlag auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung", sagt Uwe Schleicher, Vorstandsmitglied der Linken in Salzgitter. Die Aktion der rechtsextremen NPD beziehungsweise ihrer Jugendorganisation "Junge Nationalisten" hat am Freitagabend für Empörung bei den demokratischen Parteien in Salzgitter gesorgt.

An Büros der CDU, der SPD und der Linken haben die Rechtsextremen nicht nur mit Absperrbändern Parteischilder "durchgestrichen", sondern auch Parolen wie "Austauschen" angebracht. Und am Rathaus in Lebenstedt prangte ein Zettel "Quasselbude - wegen Fachkräftemangel geschlossen".

"Geständnis" im Netz

Die Polizei Salzgitter ermittelt - dürfte es aber bei der Suche nach Verdächtigen nicht allzu schwer haben: Die Logos von NPD und JN sind unübersehbar - und JN-Landesvorsitzender Sebastian Weigler postete die Aktion am Abend auch noch in sozialen Medien.

Die Rechtsextremen versuchen schon seit langem, für Aufsehen in Salzgitter zu sorgen - beispielsweise mit dem Ausrufen einer "Schutzzone". Eine für den 6. Oktober geplante Demo der NPD hatte sie auf den 24. November verlegt; an diesem Tag will nun auch das "Bündnis Salzgitter" auf die Straße gehen - und gegen die NPD protestieren.