Salzgitter 

Salzgitter: Frau vor den Augen der Kinder erschossen - Verhalten des Verdächtigen vor Gericht schockiert

Vor dem Landgericht Braunschweig läuft der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder von Salzgitter. (Symbolbild)
Vor dem Landgericht Braunschweig läuft der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder von Salzgitter. (Symbolbild)
Foto: dpa

Salzgitter. Ende Mai 2018 soll Anton B. seine 30-Jährige Ex-Frau in Salzgitter erschossen haben – vor den Augen der vier gemeinsamen Kinder. Kurz zuvor hatte er das Sorgerecht an die Frau verloren. Vor kurzem hat vor dem Landgericht Braunschweig der Prozess gegen den Kosovaren wegen Mordes begonnen.

Angehörige der Getöteten sagten bereits aus. Gutes haben sie über den Mann nicht zu sagen. Eine Tante berichtet von einer Drohung, die Anton B. bereits im Januar vor der Tat ausgesprochen hatte. Am Telefon soll er gesagt haben: „Ich lösche euch alle aus.“ Das berichten die „Westfälischen Nachrichten“.

Bruder des Opfers: „Mochte ihn von Anfang an nicht“

Und auch der Bruder der Verstorbenen kann seinem Schwager nichts abgewinnen. „Ich mochte ihn von Anfang an nicht“, erklärt der 27-Jährige vor Gericht. Der Grund: Der Angeklagte habe die Kinder geschlagen und zum Gehorsam gedrillt. Fotos zeigen die Kinder, wie sie vor einer IS-Flagge posieren. Der mutmaßliche Mörder wird als zunehmend radikalisierter, potenziell gewaltbereiter Islamist beschrieben.

Seine Ex-Frau sei von Anton B. gezwungen worden, ein Kopftuch zu tragen. Ihre Schwester, die vom Angeklagten auch lebensgefährlich mit der Waffe verletzt worden war, sagt, dass die Ex-Frau von Anton B. irgendwann nur noch habe ausbrechen und ihr altes Leben zurück haben wollen. Kurz vor ihrem schrecklichen Tod war sie in ein Frauenhaus geflüchtet.

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Mutmaßlicher Mörder grinst höhnisch vor Gericht

Der Verteidiger des 38-Jährigen hält die Aussagen der Familienmitglieder der vierfachen Mutter für übertrieben. Und Anton B.? Er sitzt vor Gericht, schüttelt hin und wieder den Kopf – und grinst höhnisch. Reue scheint er nicht zu empfinden.

Am Montag, 14. Januar, wird die Hauptverhandlung vor dem Landgericht Braunschweig fortgesetzt. (cs)