Salzgitter 

Haus mit Hühnern und Oldtimern fackelt komplett ab – Besitzer erhebt schwere Vorwürfe

Die Feuerwehr war mit 70 Einsatzkräften im Einsatz, um das Feuer in Salzgitter zu bekämpfen.
Die Feuerwehr war mit 70 Einsatzkräften im Einsatz, um das Feuer in Salzgitter zu bekämpfen.
Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. Gangolf S. steht Samstagnacht fassungslos vor seinem Grundstück an der Galbergstraße in Salzgitter-Bad. Er muss tatenlos mit ansehen, wie ein Meer aus Flammen sein Holzhaus verschluckt.

S. sorgt sich um seine 15 Hühner, die im hinteren Teil des Hauses untergebracht sind. Die untergestellten Oldtimer hat er schon abgeschrieben. Der Miteigentümer des Hauses ist aufgebracht: Denn es ist nicht der erste Brand, der ihn in letzter Zeit heimgesucht haben soll.

Brand in Salzgitter: „Das ist mir alles ein bisschen mysteriös hier“

Am Unglücksort berichtet er von einem Vorfall aus der jüngeren Vergangenheit: „Erst vor eineinhalb Jahren haben meine ganzen Baucontainer in Othfresen in der Grube Ida gebrannt. Gott sei Dank nicht die Halle, weil die aus Stein ist.“ Der Grund dafür sei nie ermittelt worden.

In den letzten Tagen hätten ihn zu allem Überfluss immer wieder Diebe heimgesucht. Fünf seiner Hühner seien verschwunden, sagt er. Erst das und jetzt der Brand: „Das ist mir alles ein bisschen mysteriös hier“, sagt S. und geht von einem persönlichen Racheakt aus: „Das sind bestimmte Leute, die Wut auf mich haben – es hat ja in Othfresen schon gebrannt.“

Besitzer hatte Glück

Zuletzt sei er am Freitagabend noch vor Ort gewesen und habe eigentlich in dem Haus schlafen wollen, berichtet er. Doch weil er am Abend vor dem Brand so viel eingekauft habe, sei er doch zu seinem Bauernhof nach Upen gefahren. Zum Glück. So gibt es in dieser Nacht zumindest keine Verletzten zu beklagen.

Erst sein Sohn, der von einem Nachbarn angerufen wurde, überbrachte ihm die schlechten Nachrichten.

Feuerwehr kann nur noch das Nachbargebäude schützen

Als er vor Ort eintrifft, steht das Gebäude schon komplett in Flammen. Die Feuerwehr, die den Brand ab 4.20 Uhr mit 70 Einsatzkräften bekämpft, konnte zumindest noch seine Hühner befreien.

Danach ging es um Schadensbegrenzung: „Das erste eingetroffene Fahrzeug hat versucht, den Brand soweit einzudämmen, dass das Nachbargebäude geschützt ist“, berichtet Thorsten Preuss von der Berufsfeuerwehr Salzgitter.

Das Holzhaus hingegen erlitt einen Totalschaden. Eine Brandschutzversicherung habe er keine, berichtet Gangolf S. geknickt. Trotz seiner schlechten Erfahrung durch den Brand vor eineinhalb Jahren.

Wenn alle Glutnester gelöscht sind, wird die Polizei die Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen.