Salzgitter 

Haftbefehl wegen Mordes erlassen! Syrer soll in Salzgitter Freund der Schwester erschossen haben

Am Montagmorgen liegen rote Rosen am Tatort. Gleichzeitig melden die Ermittler eine Festnahme.
Am Montagmorgen liegen rote Rosen am Tatort. Gleichzeitig melden die Ermittler eine Festnahme.
Foto: Rudolf Karliczek
  • Ermittler nehmen nach tödlichen Schüssen in Salzgitter Mann fest.
  • Beziehungstat gilt als wahrscheinlich.
  • Opfer war mit Schwester des Tatverdächtigen liiert.

Salzgitter/Braunschweig. Nach den tödlichen Schüssen auf einen 25-jährigen Mann aus Salzgitter auf einem Parkplatz in der Berliner Straße hat die Polizei am Sonntagabend einen 33-jährigen Salzgitteraner festgenommen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig am Montagvormittag mit.

Mann in Salzgitter erschossen

Der aus Syrien stammende Beschuldigte ist dringend verdächtig, das Opfer mit mehreren Schüssen getötet zu haben, weil er nicht mit der Liebesbeziehung des aus dem Irak stammenden Opfers zur Schwester des Beschuldigten einverstanden war.

Tatverdächtiger und Opfer gehören verschiedenen Glaubensrichtungen an. Während der Iraker Christ war, seien der Syrer und seine Schwester Muslime, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Richterin erlässt Haftbefehl

Eine Ermittlungsrichterin erließ am Montagnachmittag einen Haftbefehl wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen. Bei der Vernehmung äußerte der 33-Jährige sich zu den Vorwürfen nicht.

Außerdem sollte das Opfer am Montag obduziert werden.

Opfer stirbt im Klinikum Salzgitter

Der Mann war am Samstagabend gegen 20.30 Uhr erschossen worden. Sanitäter versuchten, ihn zu reanimieren und brachten ihn in das Klinikum. Dort erlag der Mann nach Polizeiangaben den Schussverletzungen.

Am Sonntag nahm eine 20-köpfige Sonderkommission die Ermittlungen auf – offenbar mit Erfolg. Am Tatort erinnerten am Montag einige dort niedergelegte Rosen an das blutige Geschehen.

Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, die gegebenenfalls im Zusammenhang mit der Tat stehen könnten, werden gebeten, sich bei der Polizei in Salzgitter-Lebenstedt zu melden (Telefon: 05341/18970). (ck)

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