Salzgitter 

Katerchen Mio aus Salzgitter kämpft um sein Leben: So will seine Familie ihn retten

Nicole Runge bangt um ihren Kater Mio - doch sie will den Kampf nicht aufgeben.
Nicole Runge bangt um ihren Kater Mio - doch sie will den Kampf nicht aufgeben.
Foto: Privat

Salzgitter. Der kleine Mio ist schon elf Jahre alt und hat eine Menge erlebt. Für die Familie von Nicole Runge aus Salzgitter Thiede ist er mehr als nur ein Haustier – er gehört zur Familie.

Doch nun ist Mio nach einem Streifzug schwer verletzt gefunden worden. Er hat eine offene Wunde an der linken Schulter und viele kleine, schmerzhafte Verletzungen im Maul. Nicole Runge tut alles, um das Leben ihres Tieres zu retten. Doch die Tierarztrechnungen drohen Überhand zu nehmen.

Spendenkonto für Mios Behandlung

Deshalb hatte ihr eine Freundin vorgeschlagen, ein Spendenkonto einzurichten, um das nötige Geld aufzutreiben. „Noch nie habe ich daran gedacht, andere Menschen um Geld zu bitten“, erklärt Nicole. Doch sie hat einfach keinen anderen Ausweg mehr gesehen.

>> Hier geht es zum Spendenaufruf für Mio

Für Kater Mio ist dies nicht der erste Schicksalsschlag, den der Kater verkraften muss. Erst vor zwei Monaten fiel ihn ein Hund an und verletzte ihn. Als sich Mio davon erholt hatte, wurde der Kater nur einen Monat später von einem Auto angefahren und brauchte tierärztliche Behandlung.

Salzgitter: Mio liegt verletzt im Schuppen

Nun durfte Mio endlich wieder nach draußen und seine Familie freute sich, dass es ihm wieder besser ging. Doch plötzlich tauchte der Kater nicht mehr auf. Fünf Tage lang suchte Nicole gemeinsam mit ihren zwölf und 16 Jahre alten Töchtern in der Umgebung nach dem Kater.

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Bis sie endlich am Samstag, 4. Mai, einen Anruf von Tasso erhielt. Schnell stellte sich heraus, dass ein Gartenbesitzer nur wenige Straßen vom Wohnort der Familie entfernt, eine verletzte Katze gefunden und vorsorglich in seinem Gartenschuppen untergebracht hatte. Als Nicole nur wenige Minuten nach dem Anruf dort eintraf, entdeckte sie ihren Mio völlig geschwächt und brachte ihn direkt in eine Tierklinik nach Braunschweig.

Blutvergiftung und Zwangsernährung

Seitdem werden die Wunden des Katers, die mittlerweile eine Blutvergiftung verursacht haben, dort behandelt. Aktuell muss Mio noch zwangsernährt werden. Nicole und ihre Töchter fahren täglich zwei Mal in die Klinik, versuchen ihren Liebling zu füttern und kämpfen um jeden Krümel, den er zu sich nimmt.

Jetzt hat Nicole Angst, die Rechnungen des Arztes nicht bezahlen zu können. Sie schätzt, dass etwa 2.500 Euro nötig sein werden, um Mio zu retten. „Ich habe den Arzt gefragt, ob Mio es schaffen kann und er meinte, er sehe den Willen des Katers, zu leben. Solange dies so ist, lohnt es sich zu kämpfen“, erzählt Nicole unter Tränen.

Hilfe für Mio

Und noch mehr: In den vergangenen Tagen haben bereits viele Menschen für Mios Behandlung gespendet. „Eine Frau, die ich gar nicht kannte, schrieb mir, dass sie auch einmal in solch einer Situation war und mir helfen wolle. Dann spendete sie 250 Euro.“

Nicole ist überwältigt von der Anteilnahme und verspricht: "Ich bin weit davon entfernt, mich durch diese Aktion bereichern zu wollen. Sollten wir nicht das ganze Geld brauchen, wollen wir es an Tierschutzvereine spenden." Das Wichtigste für ihre Töchter und sie sei, dass Mio überlebt. (mvg)