Salzgitter 

Kater Mio aus Salzgitter: Katze verliert Todeskampf - so will seine Familie anderen helfen

Voller Hoffnung haben Nicole  (rechts) und ihre Töchter aus Salzgitter jede freie Minute bei ihrem Kater verbracht.
Voller Hoffnung haben Nicole (rechts) und ihre Töchter aus Salzgitter jede freie Minute bei ihrem Kater verbracht.
Foto: privat

Salzgitter. Tagelang haben Tierärzte um sein Leben gekämpft und seine Familie jede freie Sekunde mit ihrem Kater verbracht. Doch jetzt ist Kater Mio von Familie Runge aus Salzgitter-Thiede gestorben.

Das Schicksal des Katers und seiner Familie hatte die Region in der vergangenen Woche bewegt. Der Kater war nach mehrtägiger Suche von einem Nachbarn in Salzgitter-Thiede, nur wenige Straßen von seinem Zuhause entfernt, gefunden worden - schwer verletzt.

Seine Besitzerin Nicole Runge fuhr mit ihrem Kater schnell in eine Tierklinik nach Braunschweig, seither wurde Mio dort künstlich ernährt und behandelt.

Riesige Anteilnahme im Netz

Noch am Freitag hatte Nicole eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um die hohen Kosten für Mios Behandlung bezahlen zu können. Die Resonanz war überwältigend. "Fast im Minutentakt sind übers Wochenende Spenden für Mio eingegangen", berichtet Nicole im Gespräch mit news38.de.

Bis Montag seien rund 2.600 Euro an Spenden eingegangen. "Es war so schön zu sehen, wie viele Menschen an uns denken", so Nicole. Die Spender schrieben Kommentare wie "Drücke die Daumen, dass alles gut wird" oder "Alles Gute Mio, du schaffst das!".

>> Hier geht es zum Spendenaufruf für Mio

Am Ende musste Mio den Kampf dann aber dennoch aufgeben. "Ich war am Montagnachmittag mit meinen Töchtern bei ihm in der Klinik", berichtet Nicole. Wir haben ihn aus seiner Box genommen und auf eine Decke gelegt, die wir von zu Hause mitgebracht haben." Der Kater sollte etwas Gewohntes erschnuppern.

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Doch schnell habe sie bemerkt, dass etwas nicht stimmt, erzählt Nicole. Sie habe direkt einen Arzt hinzugerufen. Er habe ihr ganz ehrlich gesagt, dass Mio es nicht schaffen werde.

Daher gab Nicole ihr Einverständnis, ihren Kleinen von seinem Leiden zu erlösen. "Wir haben ihm alle noch mal gesagt, wie sehr wir ihn lieben und ihm für die gemeinsame Zeit gedankt." Dann sei Mio eingeschlafen.

Mio starb im Kreise seiner Familie

"Ich bin mir sicher, dass er erst loslassen konnte, als wir bei ihm waren. Er hat noch auf uns gewartet", so Nicole.

Katerchen Mio aus Salzgitter kämpft um sein Leben: So will seine Familie ihn retten

Zu Hause haben die drei ihren Liebling im Garten begraben. Dort soll er nun in Frieden ruhen. Die beiden anderen Katzen der Familie, Filly und Püppi, haben noch nicht ganz verstanden, das Mio nicht mehr da ist. "Sie suchen seitdem sehr stark unsere Nähe und haben immer wieder nach Mio gesucht", so Nicole.

Spenden sollen an Organisationen gehen

Die Ärzte vermuten unterdessen, dass Mio auf seinem Streifzug durch einen unglücklichen Zufall eingesperrt worden war und sich dann in Panik versucht hatte, zu befreien. Genau lasse sich jedoch nicht feststellen, woher die offenen Wunden am Körper der Katze stammten.

Die Familie will sich nun Zeit nehmen, das Erlebte zu verarbeiten und in Ruhe um Mio zu trauern. Besonders ihre zwölf und 16 Jahre alten Töchter von bräuchten nun viel Ruhe, sagt Nicole.

Bilder von Mio in der Tierklinik

Doch auch wenn Mio es nicht zurück ins Leben geschafft hat, will Nicole dennoch helfen. "Ich warte auf die Rechnung des Tierarztes und möchte das übrige Geld dann spenden", erklärt die Kinderpflegerin.

Ein Teil solle in jedem Fall an die Organisation "Tasso" gehen. "Die Menschen dort haben wirklich alles versucht, mein Tier so schnell wie möglich zu finden." Der Rest solle dann an gemeinnützige Organisationen gehen, die auf Spenden angewiesen sind.