Salzgitter 

Salzgitter: Hündin Heidi kämpft nach Unfall um ihr Leben - so will ihre Familie sie retten

Nach einem Unfall liegt Hündin Heidi mit schweren Verletzungen in einer Tierklinik in Salzgitter.
Nach einem Unfall liegt Hündin Heidi mit schweren Verletzungen in einer Tierklinik in Salzgitter.
Foto: privat

Salzgitter. Hündi Heidi gehört für Denise Sacra seit eineinhalb Jahren zur Familie. Doch jetzt bangen die Sacras aus Salzgitter um Heidis Leben. Ein Auto habe die Olde English Bulldogge vor dem Haus der Familie in Flachstöckheim in Salzgitter überfahren. Dabei sei Heidi schwer verletzt worden.

Sie habe einen gebrochenen Kiefer, mehrere Beckenbrüche, Hüftfrakturen, einen Kreuzband- sowie einen Lungenriss davongetragen. "Eigentlich hätte sie das nicht überlebt. Der Tierarzt hat auch gesagt, dass es an ein Wunder grenzt. Sie ist so stark", sagt Denise.

Der Unfall passierte vor der Haustür in Salzgitter

Am kommenden Donnerstag könnte Heidis erste Operation stattfinden – doch der Familie fehle das Geld, erzählt uns Denise. Seit Freitag vergangener Woche ist Heidi in der Tierklinik in Salder. Für den Aufenthalt, die Untersuchungen und die anstehende Operation fielen bereits Kosten in Höhe von 5.500 Euro an. Diesen Betrag könne die Familie nicht alleine stemmen.

Allerdings könne auch die Versicherung des Autofahrers nicht für den Schaden aufkommen. "Es war unser Fehler, wir haben die Aufsichtspflicht verletzt", sagt die Hundebesitzerin. Die Schornsteinfeger seien an dem Unfalltag bei ihr gewesen.

Sie habe rausgehen wollen, um ihnen Kaffee zu bringen. Dabei sei die Tür wohl nicht richtig ins Schloss gefallen – und Heidi konnte auf die Straße laufen.

Denise: "Dann gab es einen Knall"

"Dann kam ein Auto, das war viel zu schnell", erinnert sich Denise. "Es gab einen Knall. Ich dachte, es sei jemand vom Dach gefallen, aber dann habe ich Heidi da liegen gesehen."

Sofort sei sie zu ihrer Hündin gelaufen. Auch die Autofahrer seien ausgestiegen und hätten sich entschuldigt - sie hätten Heidi nicht gesehen. "Der Beifahrer meinte, dass sie auf eine Katze geachtet haben, die am Straßenrand war", erzählt Denise.

Hündin Heidi ist eine Kämpferin

Schnell habe sie die Olde English Bulldogge zusammen mit ihrem Mann in die Tierklinik Salder gefahren. Das ganze Wochenende hat die Familie gehofft und gebangt. Aber trotz aller Verletzungen hat Heidi bis heute durchgehalten. "Sie will, will, will", sagt Denise.

Täglich stehe sie mit dem Tierarzt in Kontakt. Sie hätte Heidi auch erlöst, wenn das Leid zu groß gewesen wäre. "Aber der Arzt hat gesagt, dass sie so kämpferisch und auch noch so jung ist, dass Einschläfern momentan keine Option ist", erklärt die Hundehalterin. Heidi ist erst eineinhalb Jahre alt.

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Familie Sacra startet einen Spendenaufruf

Also hat Denise lange darüber nachgedacht, wie ihre Familie das Geld für die Operationen und die medizinische Versorgung zusammenkriegen kann. Zunächst habe sie über Facebook versucht, einen Job zu finden. Ganz nach dem Motto "Ich helfe dir, du hilfst mir".

Dann sei ihr die Idee zu einem Spendenaufruf bei Facebook gekommen - und die Hilfsbereitschaft sei groß. Schon jetzt seien auf dem Paypal-Konto mehr als 1.500 Euro eingegangen. "Das ist überwältigend", sagt sie. Wenn am Ende etwas von dem Geld übrig bleiben sollte, möchte die Familie aus Salzgitter das übrige Geld ans Kinderhospiz spenden.

Unterstützung bekommen die Sacras momentan auch von Denises Arbeitgeber. Der "Ambulante Krankenpflegedienst A. Fahlke" in Salzgitter veranstaltet am 28. Mai eine eigene Spendenaktion. Von 9 bis 13 Uhr verkauft der Krankenpflegedienst Kaffee und Waffeln.

Denise Sacra ist dankbar für all die Unterstützung, die sie und ihre Familie bekommen. "Für uns gehört Heidi zur Familie", betont sie. Vor allem Ihre Kinder Mio (5) und Eliana (3) würden darunter leiden, dass Heidi momentan nicht da ist.

"Sie verstehen das nicht und vermissen sie sehr. Wenn wir von der Klinik zurückfahren, sagen sie immer, dass wir nicht fahren können, weil wir doch Heidi mitnehmen müssen." (abr)