Salzgitter 

Chaos in Salzgitter: Bergstraße wird zum Nadelöhr – das sagt die Stadt

In der Bergstraße in Salzgitter ist es neuerdings extrem eng. Vor allem, wenn auch noch Autos am Seitenrand parken.
In der Bergstraße in Salzgitter ist es neuerdings extrem eng. Vor allem, wenn auch noch Autos am Seitenrand parken.
Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. In der Bergstraße in Salzgitter-Bad herrscht Chaos und Frust. Die Stadt Salzgitter hat die Straße saniert – eigentlich ja super, könnte man denken. Betroffene Anwohner und Autofahrer gehen jetzt aber auf die Barrikaden.

Der Grund: Die Ausbuchtungen an den Straßenbäumen. Normal fließender Verkehr sei in der Bergstraße in Salzgitter nicht mehr möglich. Knapp vier Meter sind es jetzt von der Bucht bis zur Straßenkante. Kommen sich zwei Autos entgegen, wird es also verdammt eng. Hinzu kommt noch die Steigung der Straße.

Bergstraße in Salzgitter: "Was für ein absoluter Blödsinn"

"Was für ein absoluter Blödsinn", heißt es von Dieter bei Facebook. Er hatte mit seinem Auto aus Versehen den Spiegel eines anderen Wagens touchiert. "Also ich werde hier nur noch runter fahren. Bergauf nehme ich die Straße 'Am Greiffeld'."

Auch vor Ort herrscht Frust: "Das grenzt an einen Schildbürgerstreich", sagt ein Anwohner zu news38.de. "Wenn hier ein Bus oder ein Lkw lang will, geht gar nichts mehr", beschreibt ein anderer die Situation.

Kein Parkverbot in der Bergstraße in Salzgitter

Zumal an keiner der Seiten Parkverbot gilt. Spätestens, wenn "unten" das Altstadtfest beginnt, dürfte es in der Bergstraße also noch chaotischer zugehen, weil dort traditionell viele Festbesucher parken.

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Aber es gibt auch andere Stimmen: "Wenn das anstelle von Ausbuchtungen Autos wären, müsste man auch halten und warten bis das herabfahrende Auto durch ist... Da muss man halt vorausschauend fahren und abschätzen, ob man es bis zur nächsten Bucht schafft oder man das nächste Auto auch noch abwartet", schreibt etwa Kristina.

Stadt Salzgitter: "Autofahrer müssen Rücksicht nehmen"

Am Freitag hat sich auch die Stadt Salzgitter zu Wort gemeldet. Der Bau der Ausbuchtungen auf der Bergstraße sei nötig geworden, da die Wurzeln der seitlich stehenden Bäume bereits den vorhandenen alten Straßenaufbau erheblich hochgedrückt und zerstört hätten, so dass hier der vorgesehene neue Straßenaufbau nicht möglich war, hieß es.

"Da die Bäume aber allesamt vital und lebensfähig und insofern unbedingt erhaltenswert sind, wurden zum Schutz der Wurzeln und somit auch der Bäume Hochborde in diesem Bereich eingesetzt." Dies führe lokal zu Engstellen, deren Breite zwischen den Borden etwa vier Meter beträgt. "Die Autofahrer müssen deshalb hier Rücksicht auf den entgegenkommenden Verkehr nehmen." (ck)