Salzgitter 

Mann in Salzgitter erschossen: Mordanklage gegen Syrer erhoben

Ein Spurensicherer ist direkt nach der Tat am Tatort in Salzgitter. Das Opfer wurde auf dem Boden liegend gefunden.
Ein Spurensicherer ist direkt nach der Tat am Tatort in Salzgitter. Das Opfer wurde auf dem Boden liegend gefunden.
Foto: Rudolf Karliczek

Braunschweig/Salzgitter. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat gegen einen 33-jährigen Mann aus Salzgitter Anklage wegen heimtückischen Mordes aus niedrigen Beweggründen und Verstoßes gegen das Waffengesetz erhoben.

Syrer erschießt Iraker in Salzgitter

Dem Syrer wird vorgeworfen, am 26. Januar 2019 in Salzgitter-Lebenstedt dem 25-jährigen, aus dem Irak stammenden Lebensgefährten seiner Schwester auf einem Parkplatz an der Berliner Straße aufgelauert und mit mehreren Schüssen getötet zu haben.

Liebesbeziehung nicht toleriert?

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die kurdisch-islamische Familie des Angeschuldigten die Liebesbeziehung zwischen der Tochter und dem Iraker katholischen Glaubens nicht tolerierte und der Angeschuldigte den Iraker deswegen tötete.

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Bereits im Vorfeld der Tat hatte die Tochter ihre Familie verlassen, um mit dem späteren Opfer zusammenleben zu können. Daraufhin hatte es aus der Familie des jetzt Angeklagten Drohungen gegen das Paar gegeben.

Der Angeschuldigte konnte am Tag nach der Tat festgenommen werden. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Frau auf offener Straße erschossen

Unweit des Tatorts hatte es erst im im Mai vergangenen Jahres eine Schießerei gegeben (hier mehr dazu). Damals wurde eine 30-Jährige auf offener Straße erschossen. Auch 2014 kam es auf der Berliner Straße zu einer Clan-Schlacht: Schüsse fielen, Anwohner äußerten später Angst vor kriminellen Machenschaften auf ihrer Straße.

Bei unserer Push-Benachrichtigung via App hatten versehentlich von einem weiblichen Opfer gesprochen. Das war ein Versehen, das wir zu entschuldigen bitten.