Salzgitter 

Prozess in Salzgitter: Beteiligte erstaunt – so leicht ist es, VW zu beklauen

Drei ehemalige und aktuelle VW-Mitarbeiter aus Salzgitter wurden verurteilt.
Drei ehemalige und aktuelle VW-Mitarbeiter aus Salzgitter wurden verurteilt.
Foto: Jochen Lübke / dpa

Salzgitter / Wolfsburg. Ehemalige und derzeitige Mitarbeiter von VW hatten im VW-Werk Salzgitter palettenweise Kraftstoffinjektoren gestohlen. Der Diebstahl flog auf. Jetzt wurde ihnen der Prozess gemacht.

Wie die Braunschweiger Zeitung berichtet soll das Trio - alle im Alter von 30 Jahren - gleich drei Mal bei VW zugeschlagen haben. Jetzt wurden sie zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

VW-Prozess: Mitarbeiter stahlen palettenweise Kraftstoffinjektoren

Bei dem Prozess sollen sich die Verfahrensbeteiligten erstaunt gezeigt haben, weil es offenbar so leicht war, VW zu bestehlen. Denn das die Paletten verschwunden waren, schien kaum aufzufallen. „Wie kann es sein, dass man bei VW einfach hereinspaziert – und palettenweise Teile abtransportiert?“, fragte die Richterin verdutzt.

Sie seien einfach nachts mit Lastwagen vorgefahren und stahlen ungehindert die Paletten vom Fließband, die dann abtransportiert wurden. Das hatte zunächst niemand bemerkt.

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Denn der Autokonzern konnte nicht wirklich sagen, welche Injektoren genau gestohlen wurden, wie viele und welchen Wert diese hatten. Zugunsten der Angeklagten ging man dann von einem Wert von 100.000 Euro aus. Die Staatsanwaltschaft hatte den Wert zunächst auf 135.000 Euro beziffert.

Wie die ganze Sache aufgeflogen ist, das Urteil und alle Informationen zu dem Fall in Salzgitter liest du im kompletten Artikel der Braunschweiger Zeitung. (js)