Salzgitter 

Salzgitter: Feuerwehrmann Ameed soll abgeschoben werden – jetzt richtet sich Widerstand dagegen

Ameed hat sich in Salzgitter gut integriert. Jetzt droht dem 29-Jährigen die Abschiebung.
Ameed hat sich in Salzgitter gut integriert. Jetzt droht dem 29-Jährigen die Abschiebung.
Foto: privat

Salzgitter. "Als Feuerwehrmann wäre er bereit, jedem von euch das Leben zu retten – also versucht, ihm durch eine Unterschrift das Leben in Deutschland zu ermöglichen" – es ist ein emotionaler Appell, den Denise aus Salzgitter formuliert.

Es geht um Ameed. Der Asylantrag des 29-jährigen Palästinensers wurde abgelehnt. Er soll am kommenden Sonntag abgeschoben werden. Dagegen richtet sich jetzt Widerstand; eine Online-Petition soll dazu beitragen, dass Ameed in Salzgitter bleiben kann.

Seit fast vier Jahren lebt er hier. Laut Denise hat er sich das Lesen und Schreiben selber beigebracht. Ameed arbeitet bei der Post und engagiert sich in mehreren Vereinen. Unter anderem ist er bei der Freiwilligen Feuerwehr Beinum. Hier gehe sein Herz auf, schreibt Denise.

+++ Flüchtlinge helfen der Feuerwehr +++

Ameed aus Salzgitter droht Abschiebung

Und beim Handball könne er seiner Leidenschaft freien Lauf lassen. Ameed habe in seiner Heimat Sport auf Lehramt studiert.

"Ameed trägt viel zu unserem gesellschaftlichen Leben bei. Er ist integriert, hat hier seine Heimat gefunden und viele Freundschaften geschlossen", heißt es in der Petition. Ameed liebe sein Leben hier. "Religionen sind ihm egal, bei ihm zählt der Mensch.

"Warum soll Ameed jetzt alles aufgeben? Seine Wohnung, seine Arbeit, seine Freunde?", fragt sich Denise, die den Flüchtlingszuzug nach eigener Aussage übrigens durchaus kritisch sieht. Am Ende heißt es: "Bitte helft, dass Ameed bei uns bleiben kann!" (ck)