Salzgitter 

Salzgitter: Frau bittet bei Facebook um Lebensmittel – was dann passiert, macht fassungslos

Eine Frau hat bei Facebook um Lebensmittel gebeten. (Symbolbild)
Eine Frau hat bei Facebook um Lebensmittel gebeten. (Symbolbild)
Foto: Christoph Wojtyczka

Salzgitter. Antje aus Salzgitter hat einfach stundenlang überlegt: Soll sie ihre Geschichte bei Facebook posten - oder lieber nicht? „Ich hab mich sehr geschämt. Aber ich war echt verzweifelt“, erklärt sie gegenüber news38.

Also hat sie sich ein Herz gefasst und ihre Geschichte mit knapp 14.000 Menschen in einer Facebook-Gruppe aus Salzgitter geteilt. Und was dann passiert, macht absolut fassungslos – so überwältigend sie die Reaktionen.

Salzgitter: Frau in Not bittet bei Facebook um Lebensmittel

In ihrem Beitrag bittet Antje um Lebensmittel. Fragt, ob jemand vielleicht etwas zu Essen abgeben könnte, was kurz vorm Mindeshaltbarkeitsdatum steht. „Mir ist das selbst völlig peinlich“, schreibt sie. Aber es sei eine einmalige Notsituation.

Sie könne nicht zur Tafel gehen, weil sie wegen einer Krankheit nicht so weit laufen könne. Es dauert nicht mal wenige Minuten, da hat Antje schon die ersten Zuschriften. Eine Nutzerin fragt: „Was brauchen Sie denn für Lebensmittel?“ Eine andere erkundigt sich, wo Antje denn wohne.

Facebook: Nutzer reagieren schnell - die Reaktion macht sprachlos

Wiederum andere geben Tipps, erzählen von Foodsharing in Salzgitter. Und ein anderer schreibt: „Melde dich mal. Könnte dir gleich Brot, Butter, Nudeln und Soße vorbeibringen“.

Antje erreichen durchweg positive Rückmeldungen. Keine bösen Kommentare, kein Gelästere. Die Menschen sehen die Notsituation - und wollen helfen. „Eine Stunde später hatte ich wirklich schon die ersten Lebensmittel. Ich hab damit nicht gerechnet“, erzählt die Salzgitteranerin.

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Antje: „Salzgitters Bewohner werden nie Salzghetto sein“

Schon kurze Zeit später updatet sie ihren Post in der Gruppe. Bedankt sich bei allen, die ihr geholfen haben. „Ihr seid die Besten“, schreibt sie. Und wieder schwappt ihr eine Welle der Dankbarkeit entgegen.

Eine Nutzerin kommentiert: „Das geht mir so nah, dass ich meine Tränen nicht halten kann... was für ein Zusammenhalt und Solidarität - Herzensmenschen“. Eine andere sagt: „Menschen mit Herz und Respekt, Daumen hoch.“

Für Antje ist die Situation und vor allem die Hilfsbereitschaft, ein ganz klares Zeichen: „Salzgitters Bewohner werden nie Salzghetto sein. Sie sind die liebsten Menschen der Welt!“.