Salzgitter 

Salzgitter: Mann erschießt Freund der Schwester – Prozess in Braunschweig gestartet

Seit Montag muss sich der Angeklagte (links) aus Salzgitter vor dem Landgericht Braunschweig verantworten.
Seit Montag muss sich der Angeklagte (links) aus Salzgitter vor dem Landgericht Braunschweig verantworten.
Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. Schreckliches Verbrechen in Salzgitter. Erst wird fünfmal auf einen Mann geschossen, dann verstirbt das Opfer noch am Abend in der Klinik. Sieben Monate nach der Tat hat am Montag der Prozess gegen einen 33-Jährigen begonnen.

Er soll mit der Liebesbeziehung seiner Schwester nicht einverstanden gewesen sein.

Salzgitter: Mann lauert Opfer auf und gibt fünf Schüsse ab

Der 33-Jährige soll seinem Opfer auf einem Parkplatz an der Berliner Straße in Lebenstedt aufgelauert und dann fünf Schüsse abgefeuert haben. Der Tatverdächtige muss sich ab Montag wegen Mordes vor dem Landgericht Braunschweig verantworten.

Dem Mann aus Syrien wird vorgeworfen, den aus dem Irak stammenden 25 Jahre alten Lebensgefährten seiner Schwester getötet zu haben.

Mann (33) soll gegen die Beziehung seiner Schwester gewesen sein

Als Mitglied einer muslimischen Familie soll der Angeklagte mehrmals in der Vergangenheit geäußert haben, dass er die Beziehung seiner Schwester zu einem Christen nicht toleriere. Dem 33-Jährigen werden Mord aus Heimtücke und aus niedrigen Beweggründen sowie Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen.

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Opfer stirbt an schweren Verletzungen – mutmaßlicher Täter seitdem in U-Haft

Das Opfer starb noch am selben Abend im Krankenhaus an den schweren Verletzungen. Kurz darauf wurde der mutmaßliche Täter unter dringendem Tatverdacht festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Bruder droht Schwester und droht dem Paar

Die Schwester war wegen der familiären Probleme schon an einen unbekannten Ort geflohen. Im Januar diesen Jahres soll der Angeklagte dann angekündigt haben, das Paar zu töten, weil seine Schwester für ihn vom muslimischen Glauben abgefallen war und er die Beziehung nicht akzeptieren werde. Kurz darauf fielen die tödlichen Schüsse im Stadtteil Lebenstedt.

Die Tat schockierte die Stadt erneut, weil es in der Vergangenheit mehrere Tötungsdelikte gegeben hatte. Erst im Mai 2018 war eine 30-Jährige erschossen worden - das tödliche Ende eines Sorgerechtsstreits.

++Mord in Salzgitter: Frau erschossen++

Stadt wird von mehreren Tötungsdelikten erschüttert

Im Mai 2016 wurde ein 58 Jahre alter Mann in einer Obdachlosenunterkunft getötet. (Wir berichteten).

Drei Monate zuvor war eine schwangere 18-Jährige in ihrer Wohnung in Salzgitter-Lebenstedt erstochen worden. Hier mehr dazu lesen. (mj/dpa)