Salzgitter 

Salzgitter: Nach Großeinsatz der Polizei – Haftbefehl gegen Schwester des Opfers erlassen!

An mehreren Zufahrtsstraße in Salzgitter kontrollieren schwer bewaffnete Polizisten am Sonntag. (Symbolbild)
An mehreren Zufahrtsstraße in Salzgitter kontrollieren schwer bewaffnete Polizisten am Sonntag. (Symbolbild)
Foto: dpa

Salzgitter/Braunschweig. Nach dem großen Polizei-Einsatz in Salzgitter kommen immer mehr Details ans Licht. Inzwischen ist klar: Hintergrund war wohl ein Familienstreit in der Braunschweiger Innenstadt.

Dort wurde am Sonntagnachmittag ein 20-jähriger Mann in einer Wohnung schwer verletzt. Drei Tatverdächtige - zwei Männer und eine Frau - haben daraufhin die 18-jährige Freundin des Mannes mit nach Salzgitter genommen.

Familie nimmt junge Frau mit nach Salzgitter

„Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen der Tat und auch zu deren Ablauf dauern noch an. Es handelt sich vermutlich um eine Familienstreitigkeit, bei der die Beziehung der beiden Opfer eine wesentliche Rolle gespielt haben dürfte“, teilte Staatsanwalt Christian Wolters news38.de am Dienstag mit.

Keine „Entführung“ im eigentlichen Sinne

Eine „Entführung“ im eigentlichen Sinne liege nach derzeitigem Stand wohl nicht vor. „Es bleibt insoweit aber noch abschließend zu klären, weshalb sich das weibliche Opfer letztlich gemeinsam mit seinen Familienangehörigen nach Salzgitter begeben hat“, so Wolters.

Am Dienstagnachmittag hat das Amtsgericht Haftbefehl gegen die Schwester der 18-Jährigen erlassen.

Haftbefehle beantragt

Gegenstand des Haftbefehlsantrags waren ausschließlich die Geschehnisse in der Braunschweiger Wohnung. „Das Verbringen des weiblichen Opfers nach Salzgitter ist aufgrund der unklaren Umstände zunächst nicht berücksichtigt worden“, so Wolters.

Polizei Salzgitter fordert SEK an

Die Polizei Salzgitter hatte am Sonntag eine Großfahndung gestartet und dabei Unterstützung von mehreren Dienststellen bekommen. Auch Spezialkräfte waren im Einsatz. Letztlich konnten die Beamten die Tatverdächtigen im Alter zwischen 19 und 24 festnehmen.

Das 18-jährige weibliche Opfer befindet sich laut „Braunschweiger Zeitung“ in Sicherheit. Die junge Frau werde betreut, heißt es.

Anwohner aus Salzgitter melden sich

Mehrere Anwohner aus Salzgitter hatten sich bei uns gemeldet. Sie berichteten von „schwer bewaffneten Polizisten“.

Unter anderem an den Einfahrten Frankfurter Straße in Höhe der Esso-Tankstelle, an der Thieder Straße Ecke Danziger Straße und an der Kreuzung Danziger Straße/ Eisenhüttenstraße wurden die maskierten Beamten von Autofahrern gesichtet.

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Mehr von uns:

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Polizei Braunschweig äußert sich online

Dass sich weitere Menschen in Braunschweig in Gefahr befanden, dementierte die Polizei in der Nacht.

„Im Moment kursieren Falschmeldungen unter anderem über WhatsApp, dass es in Braunschweig zu einer gefährlichen Lage für eine Vielzahl von Menschen gekommen sein soll. Hierbei handelt es sich um eine FALSCHMELDUNG!!!“ - so schreibt es die Polizei Braunschweig.

Wir aktualisieren diesen Artikel fortlaufend. (mb/ck)