Salzgitter 

Reichspogromnacht: Zwischenfall bei Gedenkfeier in Wolfenbüttel – Polizei: „Nicht tolerierbar!“

Zwischenfall in Wolfenbüttel: Ein Autofahrer hat das Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht gestört. 
 (Archivbild)
Zwischenfall in Wolfenbüttel: Ein Autofahrer hat das Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht gestört. (Archivbild)
Foto: dpa

Wolfenbüttel. In Wolfenbüttel ist es während einer Gedenkfeier zu einem Zwischenfall gekommen. Die Polizei berichtet von einem Autofahrer, der offensichtlich vorsätzlich das Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 stören wollte.

Der 18-jähriger Audi-Fahrer war am Freitagnachmittag während der Gedenkfeier mindestens zwei Mal laut hupend an der Gedenkfeier in Wolfenbüttel vorbeigefahren – wohl, um sie zu stören

Reichspogromnacht-Gedenken: Polizei leitet Verfahren ein

Die Polizei Wolfenbüttel spricht in diesem Zusammenhang von einer nicht tolerierbaren Verhaltensweise.

Die Beamten leiteten ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Außerdem schickten sie einen Bericht an die Führerscheinstelle. Dort soll jetzt geprüft werden, ob der junge Mann überhaupt „charakterlich geeignet“ ist, ein Fahrzeug zu fahren.

AfD Wolfenbüttel kritisiert „FCK AFD“-Shirts beim Gedenken

Gleichzeitig meldet sich auch die AfD Wolfenbüttel zu Wort. Die Rechtspopulisten werfen Bürgermeister Thomas Pink (BUW) vor, die Gedenkfeier für Hetze gegen den politischen Gegner instrumentalisiert zu haben.

Pink hatte laut „Wolfenbütteler Zeitung“ unter anderem betont, sich von den heutigen Provokateuren zu distanzieren. Es gehe nicht an, dass gehetzt, gepöbelt und gewutbürgert werde, so der Bürgermeister.

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Außerdem kritisiert die AfD, dass niemand unterbunden habe, dass mehrere Personen mit „FCK AFD“-Aufklebern und T-Shirts an dem Gedenken teilnehmen konnten. „Die AfD in Wolfenbüttel spricht hiermit allen verantwortlichen anwesenden Personen ihre ehrlichen Absichten zur Gedenkfeier ab“, heißt es in einer Mitteilung. (ck)