Salzgitter 

Salzgitter: Polizei kontrolliert Schulweg – und kritisiert nicht nur die Autofahrer

Der Geschwindigkeitsmess-Anhänger der Stadt Salzgitter stand eine Woche auf dem Weddemweg. In der Nähe befinden sich die Fußgängerüberwege in Höhe Hardeweg und Rumburger Straße.
Der Geschwindigkeitsmess-Anhänger der Stadt Salzgitter stand eine Woche auf dem Weddemweg. In der Nähe befinden sich die Fußgängerüberwege in Höhe Hardeweg und Rumburger Straße.
Foto: Polizei Salzgitter

Salzgitter. Die Polizei Salzgitter hat auf Beschwerden besorgter Eltern reagiert. Die Beamten haben eine Woche lang den Schulweg an der Grundschule Am Sonnenberg in Gebhardshagen überwacht.

Konkret ging es um einen Zebrastreifen auf dem Weddemweg, in Höhe der Rumburger Straße. Dort seien die Autos zu schnell unterwegs, hieß es von mehreren Eltern.

Eltern in Salzgitter beschweren sich über Autofahrer

Unter anderen hatten sich zwei Mütter bei der Polizei über das Verhalten einiger Autofahrer echauffiert. „Leider haben Autofahrer mehrfach nicht angehalten, wenn ich mit meinem Kind am Zebrastreifen stand“, so Mama Tamara. Irene ergänzt: „Manche schauen einen sogar an und fahren lächelnd durch“.

In der vergangenen Woche hat die Polizei Salzgitter dann die Geschwindigkeit der Autos gemessen. Von 20.521 Fahrzeugen waren 89 zu schnell. Die Fahrer müssen mit einem Verwarngeld rechnen.

Sechs Fahrer waren besonders schnell

Laut Polizei waren sechs Fahrer mit einem Tempo zwischen 71 und 81 km/h unterwegs – deswegen müssen sie jetzt ein Bußgeld zahlen. Immerhin: Zumindest zu Schulbeginn fuhr niemand viel zu schnell. Fahrverbote gab es keine.

Das Ergebnis sei von der Prozentzahl der Verstöße her vergleichsweise gering – von den Überschreitungs-Spitzen her natürlich nicht, bilanziert der Leiter der Polizeistation Gebhardshagen, Markus Müller.

Kinder dunkel gekleidet – Polizei nimmt Eltern in die Pflicht

Die Polizei Salzgitter kritisiert aber nicht nur die Autofahrer für deren zögerliches Bremsverhalten, sondern auch die Tatsache, dass viele Kinder trotz Dämmerung sehr dunkel gekleidet waren und sich dem Überweg arglos näherten.

Nur wenige hätten einen Arm nach vorne gestreckt, um zu signalisieren, dass sie über die Straße gehen möchten. Auch hätten nur weniger Kinder mit den sich nähernden Autofahrern Blickkontakt aufgenommen.

Schüler sollen Warnwesten tragen

„Es war für mich erschreckend festzustellen, dass Kinder kaum noch helle Kleidung oder gar Signalfarben und Reflektoren tragen. Auch die Schulranzen scheinen mehr nach der Mode als für die Sicherheit gekauft worden zu sein“, so Müller.

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Hier seien die Eltern dringend gefordert! Schule und Polizei könnten ihnen diese Verantwortung nicht abnehmen. Bei ihrer Einschulung hatten alle Erstklässler eine Warnweste geschenkt bekommen – diese sollten sie jetzt auch tragen, findet Mama Nicole. (ck)