Salzgitter 

Salzgitter AG: Kartellamt fällt Urteil – Hammer-Strafe gegen Stahl-Tochter!

Die Ilsenburger Grobblech GmbH ist eine Tochter der Salzgitter AG. (Archivbild)
Die Ilsenburger Grobblech GmbH ist eine Tochter der Salzgitter AG. (Archivbild)
Foto: imago images / Frank Drechsler

Ilsenburg/Salzgitter. Eine Tochter der Salzgitter AG ist zu einem millionenschweren Bußgeld verdonnert worden. Das Bundeskartellamt verhängte gegen mehrere Stahlproduzenten eine Gesamtbuße in Höhe von 646 Millionen Euro, darunter ist auch die Salzgitter-Tochter Ilsenburger Grobblech.

Grund sind verbotene Preisabsprachen bei sogenannten Quartoblechen. Diese kommen unter anderem beim Bau von Brücken, Schiffen oder Pipelines, aber auch im allgemeinen Maschinenbau zum Einsatz.

Strafe für Stahl-Riesen – auch Salzgitter AG muss zahlen

Laut der Nachrichtenagentur Reuters wurde Thyssen-Krupp am heftigsten bestraft. Der Konzern muss demnach allein 370 Millionen Euro zahlen. Die Salzgitter AG wollte sich zur Höhe des Bußgeldes nicht äußern.

Ein Sprecher der Salzgitter AG sagte lediglich, die Zahlung trage die Ilsenburger Grobblech GmbH nicht allein; es handle sich vielmehr um eine Konzernthematik. Die Salzgitter AG hatte die Risikovorsorge mit Blick auf das laufende Verfahren bereits Ende September um rund 140 Millionen Euro aufgestockt.

Preise jahrelang abgesprochen

Zwischen 2002 und 2016 sollen sich die jetzt die bestraften Unternehmen regelmäßig über die Höhe von Aufpreisen und Zuschlägen abgestimmt haben, die nach Angaben des Kartellamts bis zu 25 Prozent des Gesamtpreises ausmachen können.

Hintergrund der Absprachen war es, mit den Kunden lediglich über den Basispreis zu verhandeln, nicht jedoch über die abgestimmten Aufpreise und Zuschläge.

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Die Unternehmen hätten die Vorwürfe eingeräumt, was bei der Höhe der Bußgelder berücksichtigt worden sei, teilte die Behörde mit. (dpa/red)