Salzgitter 

AfD: Rechtsaußen mit düsterer Ankündigung in Salzgitter – „Wird noch besser durch die Flüchtlingskrise“

AfD-Politiker Andreas Kalbitz trat in Salzgitter auf.
AfD-Politiker Andreas Kalbitz trat in Salzgitter auf.
Foto: dpa

Salzgitter.  In Salzgitter feiert die AfD ihren Neujahrsempfang – und draußen gibt es Proteste. Mehr als 200 Demonstranten zeigten knapp zwei Stunden lang mit einer Mahnwache an der Diesterwegstraße ihren Unmut über die Partei und ihren prominenten Gast des Abends: den brandenburgischen AfD-Landeschef Andreas Kalbitz. Der als extrem-rechts geltende Politiker trat in der Gaststätte „Fortuna“ auf.

Kalbitz wurde mit Applaus begrüßt. Und gab dann von sich, was von ihm zu erwarten war. „Widerstände wie in Salzgitter“, sagte er laut Salzgitter Zeitung, „haben wir in Brandenburg auch“. Weiter: „Wir müssen lernen, wieder unsere Meinung zu sagen“, appellierte Kalbitz an alle.

Kalbitz prognostiziert der AfD eine gute Zukunft in Salzgitter

Das Europawahlergebnis der AfD in Salzgitter (15 Prozent) nannte er „hervorragend“. Und dann gab er noch eine Prognose ab, die AfD-Anhänger freuen wird – für alle anderen aber düster klingt: „Das wird noch deutlich besser durch die Folgen der Flüchtlingskrise“.

Laut Polizei nahmen 60 Teilnehmer beim AfD Neujahrsempfang teil. Die Mahnwache unter dem Motto „Kein Platz für rechte Hetze in Salzgitter“ hatte die Partei „Die Partei“ organisiert.

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Teilnehmer waren Männer und Frauen fast jeden Alters, darunter viele Nationalitäten. Auf Transparente hatten sie geschrieben: „Alle zusammen gegen den Faschismus.“ Und: „Keinen Fußbreit dem Faschismus.“

Eine kleinere Gruppe der Demoteilnehmer versuchte vom ursprünglichen Veranstaltungsort in Richtung des AfD-Empfangs zu gelangen, die Gruppe wuchs zeitweise auf annähernd 50 Teilnehmer an. Die Polizei musste die Demonstranten eigenen Angaben zufolge wegschieben. Gegen fünf Teilnehmer sprach sie Platzverweise aus. (jds)