Salzgitter 

Salzgitter: Apotheker unmissverständlich – denk DARAN, wenn du irgendwann Medikamente brauchst

Ein Apotheker aus Salzgitter spricht Klartext. Was es wirklich bedeutet, in Zeiten des Coronavirus in der Apotheke zu arbeiten, liest du hier. (Symbolbild)
Ein Apotheker aus Salzgitter spricht Klartext. Was es wirklich bedeutet, in Zeiten des Coronavirus in der Apotheke zu arbeiten, liest du hier. (Symbolbild)
Foto: imago images/Ralph Peters

Das Coronavirus fordert die Gesellschaft heraus. Viele Menschen arbeiten bis an ihre Grenzen und darüber hinaus. So auch Apotheker. Einer, der täglich für seine Kunden die bestmögliche Versorgung gewährleisten will, ist Jan Weber aus Salzgitter.

Er ist Apotheker Inhaber der Petri-Apotheke in Salzgitter und weiß genau, was es heißt, in Zeiten des Coronavirus den Betrieb aufrecht zu erhalten. Und er hat einen Appell an alle Menschen: „Keine Internet-Apotheke leistet das, was wir gerade tun."

Salzgitter: Apotheken stehen wegen Corona vor großen Herausforderungen

Denn die Apotheken vor Ort würden nicht nur die Medikamente an Kunden herausgeben. Zu den Aufgaben gehöre noch eine ganze Menge mehr. In der Petri-Apotheke in Salzgitter wird zum Beispiel Desinfektionsmittel selbst hergestellt. Außerdem sind die Apotheker im ständigen Austausch mit Lieferanten und schauen nach verschiedenen Lieferquellen, um Engpässe zu überbrücken.

Die Petri-Apotheke in Salzgitter habe außerdem ihren Botendienst erweitert. So könnten sie auch Patienten in Quarantäne und die Menschen, die aus Selbstschutz zuhause bleiben, versorgen. Was nicht in Vergessenheit geraten sollte: „Wir setzen uns selbst täglich dem Virus aus", sagt Jan Weber. Sie würden Schutzmaßnahmen ergreifen, um gesund zu bleiben und die Medikamentenversorgung aufrecht zu erhalten. Eine Schließung wäre fatal, da ist sich der Apotheker sicher.

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„Haben uns gefreut, dass anerkannt wird, was wir leisten"

Er weiß: „Mein Team macht Überstunden, um alle Wünsche zu erfüllen. Ohne sie läuft nichts." Um so mehr freut er sich über Menschen aus der Stadt Salzgitter, die anderen in dieser Zeit eine Freude machen. So wie Gianluca Calabrese vom Verein „Super Salzgitter“.

Er kocht gemeinsam mit seiner Frau für Helfer aus Apotheken, Kliniken und Co. – um Danke zu sagen. „Wir möchten den Ersthelfern dafür Danke sagen, dass sie für uns in der schweren Zeit an der Front stehen", betont er. Sechs Apotheken haben er und seine Frau bereits in Lebenstedt beliefert.

Auch Ute Hennig, Fachkosmetikerin und medizinische Fußpflegerin aus dem Team der Petri-Apotheke, freut sich sehr: „Wir haben uns riesig gefreut, dass das anerkannt wird, was wir hier leisten in der Krise."

Mehr zu den Entwicklungen des Coronavirus in Niedersachsen kannst du in unserem Newsblog nachlesen <<<<. (abr)