Salzgitter 

Salzgitter: Frau engagiert sich ehrenamtlich und erlebt Unfassbares – „Sagt mal: GEHT'S NOCH?!"

Das Thema Tauben sorgt immer wieder für Diskussionen. Tierschützerin Inga Gröschl  wurde in anderthalb Jahren Taubenpflege mehr beleidigt als in ihrem kompletten restlichen Leben (Symbolbild).
Das Thema Tauben sorgt immer wieder für Diskussionen. Tierschützerin Inga Gröschl wurde in anderthalb Jahren Taubenpflege mehr beleidigt als in ihrem kompletten restlichen Leben (Symbolbild).
Foto: dpa

Salzgitter. Wegen Corona bleiben Restaurants und Cafés geschlossen. Dies sorgt für einen erheblichen Futtermangel bei den Stadttauben. Tierschützer fürchten den Hungertod der Tiere und kümmern sich vielerorts in dieser Zeit um sie. So auch in Salzgitter.

Doch damit scheinen nicht alle Menschen einverstanden zu sein. Eine Tierschützerin aus Salzgitter berichtet von ihren Erlebnissen der letzten Tage. Sie und ihre Kollegen sähen sich immer wieder Beleidigungen und Anfeindungen ausgesetzt.

Salzgitter: Meinungen über Tauben gehen auseinander

Sind Tauben eine Plage oder schützenswerte Tiere? Diese Frage führt immer wieder zu hitzigen Diskussionen in der Gesellschaft. In vielen Städten ist das Füttern der Vögel sogar verboten.

Für Tierschützer ist das Fütterungsverbot Tierquälerei, für die anderen ein akzeptables Mittel, um die Tauben, die sie als „Ratten der Lüfte“ sehen, endlich los zu werden. Auch in der Politik sind die Tiere immer wieder Thema.

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Die Tierschützerin ist für die Abteilung „Taubenengel Salzgitter" des Vereins „Stark für Tiere" tätig und hat ihren Unmut jetzt über Facebook Luft gemacht. „Sagt mal: GEHT‘S NOCH??? Nur weil ihr das Wort Empathie nicht mal schreiben könnt, geschweige denn fähig seid, diese zu empfinden, gibt euch das noch lang nicht das Recht Menschen derart zu beleidigen, zu belästigen oder sogar ihre Sachen zu klauen“, schreibt die Lehrerin.

Tierschützerin: "Lasst uns einfach unsere Arbeit machen"

Grund für den Ausraster ist nach ihren Angaben, dass sie mittlerweile fast täglich weinend von ihren Kollegen angerufen werde, „weil sie beim Füttern so massiv beleidigt wurden, dass sie sich kaum noch allein durch die Stadt trauen! Und heute erfahre ich, dass meiner Kollegin aus der Nachbarstadt die Futtertasche entrissen wurde."

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Zwar konnte die Kollegin die Tasche mitsamt Handy und Geldbörse zurückbekommen, anschließend versuchte die Diebin sie jedoch auch noch zu bespucken. Das mache sie sprachlos.

Sie selbst könnte damit zwar meist gut umgehen. Aber: „Ich habe Kollegen, die das nicht können und wirklich ganz furchtbar unter diesen Anfeindungen leiden". sagt die Tierschützerin. „Lasst uns doch verdammt nochmal einfach unsere Arbeit machen und kümmert euch um eure eigenen Belange." (mk)